USA: Kalifornien kämpft gegen größten Waldbrand in der Geschichte

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Zwei in Kalifornien wütende Feuer haben sich rapide ausgeweitet und sind zum größten Waldbrand geworden, der je in dem Bundesstaat registriert wurde.

Heftige Waldbrände halten Kalifornien in Atem: Die als Mendocino Complex bezeichneten Feuer haben laut Behördenangaben inzwischen knapp 115.000 Hektar Land verbrannt. Zwei Menschen starben in den Flammen. Damit kamen durch die verschiedenen Brände in dem Westküstenstaat in den vergangenen Wochen insgesamt bereits elf Menschen ums Leben.

Der Mendocino-Komplex sei zu 30 Prozent unter Kontrolle, so CalFire weiter. Bislang konnten nach offiziellen Angaben lediglich 30 Prozent der Feuer eingedämmt werden. Etwa 75 Häuser hat das Rekord-Feuer bereits zerstört. Weiter nördlich in Kalifornien wütet derzeit zudem das sogenannte Carr-Feuer.

Feuerwehrleute kämpfen in Igo gegen die Flammen. Der Wetterbericht für die kommenden Tage verspricht kaum Besserung - es soll weiterhin heiß und trocken bleiben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Kalifornien aussergewöhnlich schwere Wald- und Buschbrände gegeben. Der vormals größte registrierte Brand, das Thomas-Feuer, hatte vor nur acht Monaten rund 113.000 Hektar Land zerstört.

Das Ausmaß der Brände ist auch von der Internationalen Raumstation (ISS) ersichtlich. Er beklagt auf seinem Lieblingskanal Twitter, dass zwar riesige Wassermengen zur Löschung der Brände bereit stünden, diese aber aufgrund der Gesetzeslage nicht dafür genutzt werden dürfen. Seine Empfehlung: Mehr Wald abholzen um die Ausbreitung der Brände zu stoppen.

Das Innere eines Baumes brennt während der Waldbrände in Clearlake Oaks in Kalifornien. Trump hat Klimaschutzvorgaben wiederholt als Hemmnis für die US-Wirtschaft kritisiert und vor gut einem Jahr den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verkündet. "Aber lasst uns klarstellen: Es ist unser sich veränderndes Klima, das zu größeren und zerstörerischeren Feuern führt", sagte Berlant der New York Times.

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