Wegen Verdachts auf Rassismus: Schweizer Leichtathlet für EM gesperrt

Einstellen Kommentar Drucken

"Der Zentralvorstand ist der Ansicht, dass die Verfehlungen des Athleten in Verbindung mit seiner bekannten Gesinnung nicht zu tolerieren sind".

Mancini habe mit dem Schweizer Leichtathletikverband eine Vereinbarung unterzeichnen müssen, dass er "die Plattform der Leichtathletik nicht nutzt, um seine Geisteshaltung zu verbreiten". Daran hat sich Mancini nicht gehalten.

Auch nach seinem EM-Aus bleibt Mancini trotzig.

Nach Bekanntwerden des Missbrauchs der öffentlichen Facebook-Seite, befasste sich nicht mehr der Selektionsausschuss, sondern der Zentralvorstand des Verbandes mit dem Fall. Bereits an den Schweizer Meisterschaften 2014 und der EM im gleichen Jahr war Mancini mit nationalistischen Gesten aufgefallen.

Nach den letzten Zuwiderhandlungen reagierte nun Swiss Athletics. Vielmehr macht er die Medien für das Ganze verantwortlich. Ich wusste immer, dass ich das Unattackierbare attackiere. Bei Facebook schreibt er unter anderem: "Sie werden niemals das brennende Feuer für die Wahrheit löschen, das in mir brennt".

In einem Interview mit der NZZ hatte sich Mancini am Dienstagnachmittag noch dagegen verwahrt, ausländerfeindlich zu sein. Angeblich will er nicht gewusst haben, wen er auf seiner Fansite zitierte. "Wäre ich ein Rassist, würde ich es sagen". "Ich glaube nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe".

Comments