Welt-Aids-Konferenz - Mehr Neu-Infektionen in Osteuropa

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Die bis Freitag laufende 22. Welt-Aids-Konferenz ist das größte Expertentreffen zu der Immunschwäche. Er wünscht eine stärkere Beteiligung junger Leuten am Kampf gegen Aids und HIV. Dort gebe es jährlich rund 190.000 neue HIV-Infizierte, davon 80 Prozent in Russland, erklärten die Sprecher von sechs Organisationen. "In benachbarten Ländern und in Regionen weltweit sehen wir erneut, dass die Epidemie weiter zunimmt", warnte die Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft, Linda Gail-Bekker. Durch Medikamente werde die Vermehrung von HIV im Körper verhindert, sodass die Lebensqualität nicht beeinträchtigt werde. Im Rahmen der Studie, an der 972 Paare aus 14 europäischen Ländern teilnahmen, wurde keine einzige Übertragung des HI-Virus verzeichnet - obwohl die Paare im Beobachtungszeitraum 75.000-mal ungeschützten Verkehr hatten.

Doch eine HIV-Infektion ist längst kein Todesurteil mehr - sofern sie angemessen behandelt wird. Die internationale Gemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die Aids-Epidemie bis 2030 zu überwinden.

Die Lage in Osteuropa ist eines der Hauptthemen auf der Welt-Aids-Konferenz. Dabei sollen nicht nur neue Therapien diskutiert und wissenschaftliche Neuheiten vorgestellt werden, sondern es geht auch um grundlegende Rechte der Patienten - etwa die Frage, wie besonders gefährdete Gruppen überall auf der Welt Zugang zu Tests und Therapien erhalten können.

Die neuen HIV-Infektionen in Osteuropa und Zentralasien seien verhinderbar, sagte der niederländische Vorsitzende der Konferenz, Professor Peter Reiss.

Forscher stellten zudem die Ergebnisse der River-Studie vor, mit der nach einer Heilung von Aids gesucht wurde. "Wenn es nicht diese Engstirnigkeit und diesen Hass gäbe, könnte die Krankheit viel schneller ausgemerzt werden, als man es sich vorstellen kann", sagte er am Dienstag bei der Aids-Konferenz.

Sie berichteten von systematischer Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen, Sex-Arbeitern und Drogenabhängigen.

Nach Angaben der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) ist an der Eröffnung der Konferenz Conchita Wurst alias Tom Neuwirth beteiligt.

Jahrzehntelang lag der Fokus des weltweiten Kampfes gegen Aids auf Afrika. Doch gerade aus Afrika kamen nun positive Nachrichten.

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