Trump warnt den Iran: "Bedrohen Sie nie wieder die USA"

Einstellen Kommentar Drucken

Auf Trumps Drohung, Irans Ölexporte zum Erliegen zu bringen, entgegnete Ruhani laut einem Bericht der halbamtlichen Agentur Isna, der Iran sei der Garant der Sicherheit auf den Wasserstraßen der Region.

US-Präsident Trump hatte im Mai den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran erklärt und die Wiedereinsetzung der Sanktionen angekündigt. "Regime-Führer, insbesondere an der Spitze der Revolutionsgarden und der Kuds-Truppen, müssen die schmerzhaften Konsequenzen ihrer schlechten Entscheide zu spüren bekommen", sagte der Aussenminister mit Blick auf die iranische Eliteeinheit und die mit Auslandseinsätzen beauftragten Truppen. Ein Ziel sei es, die Ölexporte des Irans bis zum 4. November weitestmöglich auf Null zu drücken, sagte Pompeo in der Ronald-Reagan-Stiftung. Zuvor aufgehobene US-Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor sowie die Energiebranche würden nun wieder angewendet, sagte Pompeo. "Nicht mit dem Schwanz des Löwen spielen, Herr Trump, das würden Sie bereuen", richtete sich Rohani am Sonntag mit einem persischen Sprichwort direkt an den US-Präsidenten.

"Wir sind kein Land mehr, das für Ihre verrückten Worte der Gewalt und des Todes steht, passen Sie auf!", warnte Trump, der den gesamten Tweet in Großbuchstaben schrieb. Das bewies er erneut mit einem Tweet zur Iran-Politik.

Genauso drastisch antwortete der US-Präsident auf diese Ansage: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, die nur wenige in der Geschichte jemals zu spüren bekommen haben".

Doch er ging verbal noch deutlich weiter: Pompeo verglich Irans Führung mit der Mafia: Der Iran "wird von etwas geleitet, das der Mafia mehr ähnelt als einer Regierung", sagte Pompeo in seiner Rede. Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Dschawad Sarif seien nur "polierte Frontmänner für die internationale Trickbetrügerei" scheinheiliger Ayatollahs, die "sich mehr um Reichtum als um Religion sorgen". Die iranische Führung habe von Korruption, Veruntreuung und anderen illegalen Geschäften profitiert. Und in der oben erwähnten Rede sagte Pompeo auch noch, dass der U.S. Broadcasting Board of Governors den Iranern helfen wird, die Internetzensur zu umgehen und dass ein neuer 24/7-Kanal in Persisch (Fernsehen, Radio, Digital und Soziale Medien) gestartet wird. Zudem verlangt die US-Regierung von allen ausländischen Staaten, ihre Öl-Importe aus dem Iran zu stoppen. Die Iraner wollten mit Würde, Verantwortung und Respekt regiert werden. So würden iranische Spitzenvertreter etwa durch übertriebene Darstellungen in ein schlechtes Licht gerückt, teilweise widersprächen sich die Informationen auch, kritisieren US-Experten. Er unterstellte Trump, mit seinen Sanktionen die Vernichtung des Irans zu beabsichtigen. Ein erster Teil der Sanktionen soll am 6. August wirksam werden, ein weiterer im November.

Comments