R. Kelly: 19 Minuten-Song zu Missbrauchsvorwürfen

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Doch nun äußert er sich zu den Vorwürfen - in einem 19-minütigen musikalischen Plädoyer.

Das Lied heißt zwar "I Admit" (dt: "Ich gebe zu"), zum Missbrauch mehrerer Frauen, der ihm vorgeworfen wird, bekennt R. Kelly sich darin aber nicht. "Sie einer Gehirnwäsche unterzogen, wirklich? / Ganz ehrlich, diese Scheiße klingt albern".

Weiter singt er: "Was ist die Definition eines Kults?" In einem Bericht der US-Seite "Buzzfeed" hieß es damals, er würde Frauen wie Sklaven halten, ihnen vorschreiben, wie sie sich kleiden sollen und wann sie ihm sexuell zur Verfügung stehen müssen. "/ Schlag' es im Wörterbuch nach / Lass' es mich wissen, ich warte hier".

Auch den Vorwurf, dass er Beziehungen mit Minderjährigen gehabt habe, spricht Kelly an. Weiter singt er, er habe "mit einigen Fans" geschlafen sowie mit älteren als auch jüngeren Ladys, "aber es deshalb pädophil zu nennen", sei "verrückt".

Kelly fragt weiter, ob er wegen solcher Ansichten "ins Gefängnis gehen oder seine Karriere verlieren" solle.

Der Streamingdienst Spotify hatte sämtliche Musik des R&B-Sängers im Zuge der Vorwürfe aus seinen Playlisten gelöscht. "Ich will meine 19 Minuten zurück", schrieb Rapper Questlove bei Twitter. Der Song selbst sei zudem "schrecklich geschrieben" und der Text "beschissen". R. Kelly hat weltweit mehr als 40 Millionen Alben verkauft. Zu seinen bekanntesten Titeln zählen "I Believe I Can Fly", "Bump N' Grind" und "Trapped In The Closet".

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