IWF: Probleme der Weltwirtschaft nehmen zu

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A man walks past the International Monetary Fund (IMF) logo at its headquarters in Washington, U.S., May 10, 2018. Skeptischer ist der IWF jedoch bei anderen wichtigen Ländern wie der Euro-Zone mit Deutschland und Frankreich, sowie Großbritannien, Japan und Indien. Die möglichen Auswirkungen dieser Konflikte auf die Märkte und die Investitionsbereitschaft seien "die in naher Zukunft größte Bedrohung für das globale Wachstum", hieß es im neuen IWF-Konjunkturbericht am Montag.

In dem Bericht hält das Institut an seinen bisherigen Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft fest.

Nach Obstfelds Worten hat das Wirtschaftswachstum gegenwärtig in etlichen für die globale Entwicklung wichtigen Industrieländern offenbar seinen Höhepunkt erreicht.

Der IWF mahnte nun, für das Wachstum der Weltwirtschaft bleibe es "essenziell", dass protektionistische Maßnahmen vermieden und "kooperative" Lösungen für die Handelsstreitigkeiten gefunden würden. Sollten nach den bereits geltenden Zöllen auch die von den USA und ihren Handelspartnern angekündigten neuen Abgaben in Kraft treten, könnte dies Obstfeld zufolge die globale Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2020 um rund einen halben Prozentpunkt drücken. Für 2019 setzte der IWF hingegen seine Prognose für Deutschland leicht herauf, um 0,1 Punkte auf 2,1 Prozent.

Die wachsende Skepsis des Fonds spiegelt sich noch nicht in allen Zahlen wider. Für das Jahr 2019 gehen die Experten unverändert von einem Wachstum von 2,2 Prozent aus.

Zwar beließ der IWF die Wachstumsschätzung für die globale Wirtschaft bei jeweils 3,9 Prozent in diesem und im nächsten Jahr. Das Wachstum der Eurozone wird den Daten zufolge jedoch in diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte geringer bei 2,2 Prozent und im kommenden Jahr um 0,1 Punkte weniger bei 1,9 Prozent liegen.

Die Lage der Weltwirtschaft hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen politischer Unsicherheiten leicht eingetrübt. Noch seien die Finanzmarktbedingungen in den großen Wirtschaftsländern günstig. Angesichts der starken US-Beschäftigung und der anziehenden Inflation sei die Fed auf Kurs, die Zinsen in den nächsten zwei Jahren weiter anzuheben, ihre Geldpolitik im Vergleich zu anderen Industrieländern zu straffen und den US-Dollar zu stärken. Die Zügel gestrafft hatten die Währungshüter bereits im März.

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