Milliardär Elon Musk beschimpft Höhlen-Retter als Pädophilen

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Musk aber fühlte sich verspottet - und konterte.

Zuvor hatte Unsworth ein von Musk angebotenes Mini-U-Boot zur Rettung der Fußballmannschaft abgelehnt und als "PR-Trick" bezeichnet.

Der an der Rettungsaktion in Thailand beteiligte britische Höhlenforscher Vernon Unsworth erwägt nach einer beleidigenden Schimpftirade von Elon Musk eine Klage gegen den US-Unternehmer.

"Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut", sagte der Brite Vern Unsworth dem US-Nachrichtensender CNN am Samstagabend. Der milliardenschwere US-Amerikaner beschimpfte einen der britischen Taucher, der bei der Rettung aus einer Höhle dabei war, über Twitter als "Pädophilen".

Die Tests des U-Boots führte Musk in einem Pool in Los Angeles mit einer Tauchergruppe durch. Die steife Aussenhülle des bereitgestellten U-Boots sei mit rund 1,70 Metern zu lang gewesen, um Kurven und Hindernisse zu umfahren.

Die letzten Jungen und der 25 Jahre alte Trainer waren am Dienstagabend aus der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes befreit worden.

Musk reagierte auf die Ablehnung mit einer Reihe von Tweets. Er nannte Unsworth nicht beim Namen, sondern sprach von einem "Pädo-Typen". Auf seinem offiziellen Twitter-Account, der 22 Millionen Abonnenten zählt, legte er nach und erklärte, er wette gegen einen von ihm unterschriebenen Dollar-Schein, "dass das stimmt". Später löschte Musk die Tweets wieder. Auf eine Anfrage von AFP bei seinem Unternehmen Tesla reagierte er zunächst nicht. Der Nachrichtenagentur AFP erklärte der Höhlenexperte er habe die Tweets nicht alle durchgesehen und nur davon gehört. Er werde darüber entscheiden, wenn er diese Woche nach Großbritannien zurückfliege. Unsworth sei "eine der treibenden Kräfte" bei der ganzen Aktion gewesen und habe den Tauchern alles erklärt.

Elon Musk ist ein Genie.

Eine Führungsleine hilft den Rettungstauchern, durch das schlammige Wasser in der Höhle zu navigieren.

Auch ohne das Mini-U-Boot geriet die Höhlen-Rettungsmission zum vollen Erfolg, die Taucher bargen die eingeschlossenen Kinder sowie deren Trainer aus dem überfluteten Felsen-Labyrinth, wurden als Helden gefeiert. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt, medizinisch betreut und schließlich nach gut zwei Wochen in der Höhle ins Freie gebracht.

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