Streit mit Lufthansa: Droht Aus für Laudamotion?

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Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der österreichischen Fluglinie Laudamotion durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair genehmigt. Allerdings hat die Kündigung der Verträge mit Laudamotion noch nicht gegriffen. Laudamotion sei ihren Zahlungsverpflichtungen "zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen", begründete die Lufthansa am Freitag den Schritt. Laut Lufthansa stehe ein entsprechender Gerichtstermin bereits an. Gegenüber der "Austria Presse Agentur" wollte sich bei LaudaMotion niemand zu der Causa äußern. Dort hieß es bisher nur knapp, dass der Streit mit Lufthansa das Fortbestehen von LaudaMotion gefährde. Beispielsweise soll nicht Laudamotion der Lufthansa Group Geld schulden, sondern die Lage soll genau umgekehrt sein: "Die Lufthansa Group verzögert die Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro an Wet-Lease-Gebühren, die Laudamotion für Flüge, die sie im März, April und Mai für die Lufthansa bedient haben, zustehen". Die Kündigung der Mietverträge für neun Flugzeuge nannte Ryanair einen weiteren Versuch der Lufthansa, Laudamotion "zu destabilisieren und zu schädigen".

So hätten die Deutschen auch nicht alle zugesagten Flugzeuge zu Verfügung gestellt. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot. Die Lufthansa wies die Vorwürfe zurück. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, erklärte die Fluggesellschaft.

Bezüglich der Flugzeuge schreibt Ryanair in einer Aussendung: "Lufthansa hat versäumt, zwei der elf Flugzeuge, die sie gemäß der Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission für die Übernahme von Air Berlin hätten übergeben müssen, zu liefern". Da die Flugzeuge der Österreicher geleast waren, kaufte die Lufthansa die Maschinen und vermietete sie selbst an Niki. "Dies hatte Laudamotion abgelehnt und ein Leasing der Flugzeuge vorgezogen".

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