Tennis in Wimbledon: Görges folgt Kerber ins Halbfinale

Einstellen Kommentar Drucken

Nachdem Kerber am Dienstag ihr am Ende packendes Viertelfinal-Duell mit der Russin Daria Kassatkina 6:3, 7:5 gewonnen hatte, zog Görges durch ein 3:6, 7:5, 6:1 gegen Kiki Bertens (Niederlande) nach.

Was bei dem Sieg von Görges gegen die Niederländerin Kiki Bertens nach dem Match auffiel, war, dass sie etwas aus ihrem Mund holte. Ohnehin ist es ein für die Tennis-Statistiken besonderer Halbfinal-Tag: In der Geschichte des Profitennis seit 1968 haben es noch nie zwei deutsche Damen in Wimbledon im gleichen Jahr ins Halbfinale geschafft. Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin kämpft heute (14 Uhr) gegen Jelena Ostapenko (Lettland) um den Einzug in ihr zweites Wimbledon-Endspiel nach 2016.

Diesmal allerdings scheint die Chance für das deutsche Duo ungleich größer.

Eine Favoritin in einem Duell zwischen Görges und Kerber sieht auch der einstige Jugendtrainer der beiden nicht. Der Ball klatschte auf die Linie und Bencic schaffte das erste Break des Spiels. Nach dem ersten Break des Tages lag die Deutsche mit 1:3 zurück, ehe sie durch fünf Spielgewinne in Folge den ersten Satz doch noch für sich entschied.

"Ich beiße beim Schlagen immer auf meine Zähne". Weil sich jedoch auch die nach zahlreichen Verletzungen langsam wiedererstarkte Bencic nach Kräfte wehrt, wogte das Match hin und her. In vier Sätzen bezwang der frühere Weltranglisten-Erste am Mittwoch den Japaner Kei Nishikori 6:3, 3:6, 6:2, 6:2. Auch im zweiten Durchgang führte sie schnell mit 3:0.

Letztlich konnte sich Görges vor allem auf ihre Nervenstärke in den wichtigen Ballwechseln verlassen. Während die Deutsche nämlich vier ihrer acht Breakbälle verwandelte, nutzte Vekic von deren neun keinen einzigen. Erst in der nervenaufreibenden Schlussphase hatte auch Kerber einige Probleme, vergab ihre ersten sechs Matchbälle - und durfte am Ende doch jubeln. Altmeisterin Serena Williams ist dagegen noch dabei. Die langjährige Nummer eins der Tennis-Welt gewann am Montag in Wimbledon ihr Achtelfinale gegen die Russin Jewgenija Rodina ohne Mühe 6:2, 6:2. Erstmals in der Geschichte des Turniers sind bei den Damen die ersten zehn der Setzliste vor dem Viertelfinale ausgeschieden.

Mühelos: Serena Williams im Match gegen Evgeniya Rodina. Bei ihrem ersten Grand-Slam-Turnier nach der Geburt ihrer Tochter bei den French Open in Paris hatte die US-Amerikanerin vor ihrem Achtelfinale wegen einer Verletzung der Brustmuskulatur aufgegeben.

Serena Williams hatte das Rasenturnier in London vor einem Jahr wegen ihrer Schwangerschaft verpasst.

Comments