Gefeuerter Mitarbeiter wirft Tesla Betrug vor

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Der Streit zwischen einem ehemaligen Tesla-Mitarbeiter und seinem Arbeitgeber ist eskaliert: Der Techniker Martin Tripp, der im Batterienwerk in Nevada beschäftigt war, zeigt Tesla bei der US-Börsenansicht SEC an. Dies meldet die Zeitung "The Washington Post". Weder die Börsenaufsicht noch Tesla wollten sich bisher zu dem Bericht äußern. Auch soll der Elektroautopionier fehlerhafte und schlecht verarbeitete Batterien in zahlreiche Fahrzeuge eingebaut haben, die die Brandgefahr erhöhten. Auch habe Tesla wöchentliche Produktionszahlen des Model 3 zeitweise geschönt. Tesla dementiere alle Vorwürfe.

Datenklau, Geheimnisverrat, mutwillige Geschäftsschädigung - Tesla-Chef Elon Musk wirft seinem zunächst gefeuerten und dann verklagten Verfahrenstechniker Martin Tripp so ziemlich alles vor, was einem Menschen den Berufsweg für immer verbauen kann. Der Angestellte soll laut Musk unter falschen Nutzernamen direkte Änderungen an Teslas Produktionssystem vorgenommen und große Mengen hochsensibler Daten an Dritte weitergegeben haben.

Tripp dagegen bezeichnete sich unlängst gegenüber CNN als Whistleblower.

Tripp ist Medienberichten zufolge der Meinung, dass er gefeuert worden sei, weil er Investoren und die Öffentlichkeit warnen wollte. Der Assistent des Staatsanwalts im US-Bundestaat New York Stuart Meissner geht laut Bloomberg davon aus, dass Tesla eine Klage gegen Tripp eingereicht habe, um ihn zu diffamieren und zum Schweigen zu bringen. Die SEC belohnt diese Hinweisgeber teils mit zweistelligen Millionenzahlungen, wenn sie der Börsenaufsicht freiwillig eindeutige Informationen zur Verfügung stellen, die dann zu einer Bestrafung des angezeigten Unternehmens führen. Arbeiter mussten sie teils per Hand herstellen.

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