Thailand: 6 der 12 Jungen aus Höhle gerettet

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Am Mittwoch hatte der Gouverneur von Chiang Rai bekannt gegeben, dass die Eingeschlossenen bereits das Tauchen lernten.

Ursprünglich hatten die Einsatzkräfte angekündigt, die Fußballer sollten "einer nach dem anderen" aus der überschwemmten Höhle hinausgebracht werden. Zwar ist das Wetter seit Kurzem wieder besser, auch haben die Einsatzkräfte bereits mehr als hundert Millionen Liter Wasser aus der Höhle gepumpt.

Vor dem Rettungseinsatz waren die mehr als 1.000 thailändischen und ausländischen Journalisten vor Ort aufgefordert worden, die Gegend rund um den Eingang der Höhle zu räumen. "Die Jungen sind körperlich und psychisch bereit, herauszukommen", erklärte Osottanakorn, der auch Gouverneur der Provinz Chiang Rai ist.

Seit vergangenem Mittwoch lernen die Jungen, die zwischen 11 und 16 Jahre alt sind, und ihr 25-jähriger Trainer, Tauchmasken und Atemgeräte zu benutzen. Begleitet von Rettungstauchern sollen die Jungen und ihr Trainer den mehrere Kilometer langen Weg durch die stellenweise überflutete Höhle hinaus ins Freie finden.

Die Jugendlichen waren nach einem Fußballspiel am 23. Juni in dem weit verzweigten Höhlensystem im Norden Thailands auf Erkundungstour gegangen.

Baan Jong - Ein einsamer Polizist sitzt auf einem roten Plastikstuhl vor einem blauen Wegweiser mit der Aufschrift: Tham Luang Höhle zwei Kilometer. Überall liegen dicke Plastikrohre, durch die die Helfer Flutwasser aus der Höhle pumpen. Die Jungen sollen nach und nach einzeln herausgebracht werden. Australische Sanitäter hätten die Höhle am Sonntag betreten, um den Gesundheitszustand der Jungen zu bewerten. Stünde nicht eine massive Wasserpumpe am Fuß des gleichnamigen Berges, die kubikmeterweise lehmfarbenes Wasser aus dem Höhlenlabyrinth pumpt, würde man nichts merken von dem Drama, das sich am Sonntag seit zehn Uhr morgens im Inneren der Höhle abspielt. Am Freitag war ein Taucher auf dem Rückweg ums Leben gekommen. Der erste Teil des Einsatzes ist nach der Rettung der sechs Jungen beendet, sagte ein Sprecher des Amtes für Katastrophenschutz. Auch das sprach dafür, die Rettungsaktion nicht länger hinauszuschieben.

"Heute ist D-Day", sagte Narongsak. Am Aufenthaltsort der Gruppe ist der Sauerstoffgehalt in der Luft von 21 Prozent auf 15 Prozent abgesunken. In ihren Tauchanzügen, mit Helmen, Stirnlampen und Spezialausrüstung für Höhlentauchgänge machen sie sich auf den Weg.

Zwei weitere Buben seien kurz hinter ihnen auf dem Weg zum Ausgang in einem Basislager, sagte ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums am Sonntag. Seine Techniker würden dafür etwa acht Stunden brauchen, 17 Stunden würde der Transport nach Thailand dauern.

Wie die thailändische Zeitung "Bangkok Post" berichtete, wurden die Jungen sofort ins nächstgelegene Krankenhaus geflogen. Nun laufen die Vorbereitungen für den nächsten Einsatz. Kostenlose Massagen und Haarschnitte werden angeboten, und Freiwillige kochen lokale Gerichte. "Ich bedanke mich für die moralische Unterstützung und entschuldige mich bei den Eltern", schrieb der Trainer.

Die Rettungsaktion hat weltweit viel Aufmerksamkeit geweckt. Das frühere Mitglied der thailändischen Marine-Spezialeinheit sei an Sauerstoffmangel gestorben, teilten die Behörden mit.

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