Salvini will keine im Meer geretteten Migranten von EU-Einsatzschiffen mehr aufnehmen

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Nachdem er die italienischen Häfen für die Schiffe der ominösen "Seenotretter "gesperrt hat, dürfen nun auch Schiffe internationaler Missionen die "geretteten "Migranten nicht mehr in Italien an Land setzen".

Er werde diesen Vorstoß, der für Schiffe mit aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen und Migranten gelten soll, beim EU-Innenministertreffen in Österreich ansprechen, erklärt er auf Facebook und Twitter.

Nachdem bereits Schiffen von Hilfsorganisationen das Anlegen verweigert wurde, soll dies auch für internationale Grenzschutz- und Rettungseinsätze im Mittelmeer gelten. Er werde von seinen EU-Kollegen beim Ministertreffen am Donnerstag in Innsbruck entsprechende Zusicherungen verlangen, kündigte Innenminister Matteo Salvini an.

Die vorige Regierung habe zugestimmt, alle von EU-Einsatzschiffen gerettet Migranten aufzunehmen. Anders als die Politiker der Merkel-Regierung, die ihre vollmundigen Aussagen während des Wahlkampfs bereits am Wahlabend um 18.01 Uhr vergessen haben, macht sich Salvini dran, als italienischer Innenminister seine Versprechungen konsequent umzusetzen.

In der Nacht zum Sonntag hatte im sizilianischen Hafen Messina das irische Marineschiff "Samuel Beckett" mit 106 Flüchtlingen an Bord festgemacht.

Am Rande des Treffens sind Beratungen Salvinis auch mit seinen Kollegen aus Deutschland und Österreich geplant.

Erst am Samstag hatte der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, vor einer Verschiebung der Flüchtlingsrouten gewarnt.

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