Fußball - Doppelbürger-Debatte: Xhaka beklagt Steinzeit-Kommentare

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Granit Xhaka kritisiert Äußerungen, die seine Loyalität zur Schweiz bezweifeln.

Mit 24-stündiger Verzögerung verbreitete der Schweizerische Fussballverband (SFV) am Samstagabend auf seiner Homepage eine Stellungnahme zur Doppelbürger-Debatte, die Generalsekretär Alex Miescher in einem Interview mit Zürcher Medien in den Freitagausgaben selbst entfacht hatte. "Mit diesem unnötigen Vorstoß hat Alex Miescher viel Stirnrunzeln hervorgerufen, aber auch viele enttäuscht", fügte er hinzu.

"Sogar unser Chef ist Doppelbürger und gibt Blut und Schweiß für die Nationalmannschaft", sagte Xhaka.

Xhaka und Xherdan Shaqiri haben albanisch-kosovarische Wurzeln und hatten nach ihren Toren zum 2:1 gegen Serbien bei der WM für Aufsehen gesorgt. Beide erhielten von der FIFA Geldstrafen.

Miescher begründete seine Idee allerdings damit, dass sich viele Spieler nach ihrer fußballerischen Ausbildung im Alter von 21 Jahren nicht für die Schweiz, sondern ein anderes Land entscheiden würden. Er legte aber Wert darauf, dass sich vom Verband "nie jemand gegen mehrfache Staatsbürgerschaften oder Doppelbürger-Status ausgesprochen" habe.

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