Business: Xiaomi startet enttäuschend an die Börse

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HongkongEin bisschen nervös wirkte der Xiaomi-Gründer und Unternehmensvorsitzende Lei Jun schon, als er an diesem Montag auf die Bühne der Börse in Hong Kong ging. Im Verlauf erreichte die Aktie ein Tief von 16,50 Hongkong-Dollar nach einem Ausgabepreis von 17,00 Hongkong-Dollar.

Der Erlös lag mit rund 5 Milliarden US-Dollar deutlich unter den Erwartungen des Unternehmens, das neben Smartphones auch Fernseher, Laptops, Haushaltsgeräte und andere Elektrogeräte verkauft. Laut Medienberichten war ursprünglich eine Gesamtbewertung bei 100 Milliarden US-Dollar angepeilt worden.

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich angedeutet, dass die Nachfrage nach Xiaomi-Papieren gedämpft ist. Auslöser dafür war die Sorge in China, private Anleger könnten mit Tech-Aktien Geld verlieren.

Zeitweise gab das Papier in den ersten Stunden des Handels bereits um rund sechs Prozent nach und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Index der dortigen Börse, was allerdings nicht nur am Unternehmen Xiaomi liegen muss: So fällt der Börsengang in eine vom amerikanisch-chinesisch Handelskrieg geprägte Periode, was den schwachen Start zumindest zum Teil erklärt.

Xiaomi, das rund 70 Prozent seiner Erlöse im Smartphone-Geschäft macht, sieht sich auch zunehmend starker Konkurrenz durch chinesische Hersteller wie Oppo und Vivo ausgesetzt.

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