Trump droht Harley-Davidson erneut wegen Flucht vor Zöllen

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Im Groll hat US-Präsident Donald Trump wieder per Twitter ausgeteilt: Harley-Davidson drohte er mit Konkurrenz - bei seiner Abrechnung mit den Medien glänzte er allerdings mit skurrilen Fehlern.

US-Präsident Donald Trump legt per Twitter im Streit mit Harley-Davidson nach. Dann knöpft er sich die Medien vor - und macht einen bizarren Fehler.

"Meine Regierung arbeitet mit anderen Motorrad-Firmen zusammen, die in die USA ziehen wollen", twitterte er am Dienstag. Das US-Unternehmen hatte angekündigt, Teile seiner US-Produktion ins Ausland zu verlagern, um so bessere Karten im Handelsstreit mit der EU zu haben.

Zudem bekräftigte Trump, dass Harley-Kunden mit der Produktionsverlagerung nicht glücklich seien. Er verwies dabei auf die Verkaufszahlen des Herstellers, die 2017 um sieben Prozent gesunken seien. Er selbst sei nach dem Verkauf vieler Bestseller dagegen eher stolz auf seine Fähigkeit, schreiben zu können. Statt den Worten "to pore over" (deutsch: etwas sorgfältig lesen), schrieb er zunächst "to pour over" (deutsch: übergiessen). Die Fake-News suchten andauernd nach Fehlern in seinen Tweets. In einem weiteren Tweet beschrieb er die Zeitung "Washington Post" zunächst als "discgrace to journalism" - "Schande für den Journalismus" - mit einem überflüssigen C im Wort "disgrace".

Ein Vertipper? Twitter-Nutzer ließen es sich nicht nehmen, den US-Präsidenten auf seinen Fehler hinzuweisen. Das amerikanische Onlinelexikon Merriam-Webster etwa erklärte Trump die "pour"-"pore"-Problematik bildlich mit Emojis".

Laut amerikanischen Medien wurde der erste Tweet des Präsidenten später korrigiert - allerdings erst zwei Stunden nachdem er publiziert worden war.

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