Vielzahl an Zecken sorgt für höheres FSME-Risiko

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Das Wetter der letzten Wochen kam den kleinen Tieren sehr gelegen - mit Folgen für den Menschen. Die Experten haben ein Modell mitentwickelt, mit dem sie die Zeckendichte bereits im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen können. Mit der hohen Zahl an Zecken steigt auch das Risiko, an der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken.

Seit 2009 untersucht der Wissenschaftler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München die Ausbreitung und Aktivität des FSME-Virus in Deutschland. Innerhalb des ersten Halbjahres wurden 99 FSME-Erkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet. Baden-Württemberg und Bayern zählen zu den Risikogebieten für die Viruserkrankung, die zu Hirnhautentzündungen, Lähmungen und sogar bis zum Tod führen kann. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum nur 81 Fälle gewesen.

Mit 13 FSME-Fällen ist der Landkreis Ravensburg Spitzenreiter im Südwesten. Die Gründe dafür sind weder dem örtlichen Gesundheitsamt noch dem Landesgesundheitsamt bekannt. Die Impfquote liege bei 20 bis 25 Prozent. Vor allem das gründliche Absuchen des Körpers sei nach einem Tag im Freien unentbehrlich.

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