Mögliche vier Interessenten: PSA erwägt wohl Teilverkauf von Opel-Entwicklungszentrum

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Bestandteil des Sanierungsplans könnte auch ein Teilverkauf des Forschungs- und Entwicklungszentrums von Opel sein.

Ein Opel-Sprecher erklärte, der Autobauer lote für das Entwicklungszentrum mögliche Partnerschaften aus.

Nach einem unbestätigten Medienbericht denkt der Opel-Eigentümer, der französische Automobilkonzern PSA, darüber nach, sich von einem Teil des Opel-Entwicklungszentrums zu trennen. PSA und Opel hätten mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegen, heißt es etwa in einem Beitrag der französische Tageszeitung "Le Monde". Das Sanierungsprogramm "PACE" könne zusätzlich zu internen organisatorischen Maßnahmen "auch strategische Partnerschaften umfassen". Ein PSA-Sprecher wollte solche "Spekulationen" nicht kommentieren. In den fraglichen Bereichen arbeiten knapp 4000 Opel-Mitarbeiter. PSA sei wegen der Verkaufspläne bereits an die französischen Firmen Altran, Akka und Segula sowie die deutsche Ingenieur-Dienstleistungsfirma Bertrandt herangetreten und habe deren Interesse abgeklopft. Opel war im vergangenen August von PSA übernommen worden, der in Deutschland vor allem für seine Marken Peugeot, Citroën und DS bekannt ist.

Ein Opel-Sprecher sagte zu dem aktuellen Bericht, das Zentrum in Rüsselsheim werde auch zukünftig "alle Opel-Modelle entwickeln und die Aufgaben der 15 Kompetenzzentren für die gesamte Groupe PSA übernehmen". Vor dem Hintergrund der "stark rückläufigen Volumen von GM-Auftragsarbeiten und im Rahmen der Mitbestimmung" gelte es, zusammen mit den Sozialpartnern eine Lösung zu finden. Bisher seien keine Entscheidungen getroffen. Das Entwicklungszentrum soll dabei eine wichtige Rolle spielen und konzernweit verantwortlich sein unter anderem für eine neue Benzinmotoren-Familie, die Brennstoffzelle oder die Sitze. Nach bisherigen Plänen sollen dort ungefähr 1000 Stellen wegfallen.

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