Senegal scheitert wegen Fairplay-Wertung - GÄUBOTE

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Senegal ist nach dem 0:1 gegen den Gruppensieger Kolumbien ausgeschieden, weil es in den drei Vorrundenspielen zwei gelbe Karten mehr gesehen hat als das punkt- und torgleiche Japan, das sein letztes Gruppenspiel gegen Polen mit 0:1 verlor. Belgien. Vor dem Senegal waren bereits die afrikanischen Teams Tunesien, Marokko, Ägypten und Nigeria in der Gruppenphase gescheitert. Yerry Mina köpfelte die Südamerikaner am Donnerstag in Samara zu einem 1:0-Erfolg gegen den Senegal und damit zum Sieg in Gruppe H. Der Senegal schied hingegen denkbar knapp aufgrund der Fair-Play-Wertung aus.

Zehntausende Fans aus Südamerika sorgten mit ihren gelben Trikots und den lautstarken Gesängen für Heimspiel-Atmosphäre in Samara.

Erst nach dem Seitenwechsel und der Nachricht von Polens Führungstor gegen Japan drehten die Kolumbianer angetrieben von ihren lautstarken Fans auf und kamen doch noch zum erlösenden Treffer.

James Rodriguez fehlte, als Kolumbiens Fußballer nach dem Siegtor gegen Senegal eine kleine Kostprobe ihres tänzerischen Könnens vorführten.

2014 hatte James die Welt mit Traumtoren erobert, auf den Tag genau vor vier Jahren erzielte er im Maracana gegen Uruguay das Tor des Turniers. Mit diesem schwer erkämpften Sieg gegen einen tapferen und lange sogar besseren Vertreter Afrikas qualifizierten sich die Südamerikaner fürs Achtelfinale. -Runde einzuziehen, setzten sie nicht von Beginn an auf Offensive. Die Mannschaft aus dem Senegal verschaffte sich allerdings mit rustikalem Körpereinsatz Respekt. Senegals Trainer Aliou Cissé wollte nach dem Spiel aber nicht zu viel darüber lamentieren. Der kolumbianische Tatendrang kam auch deshalb zum Erliegen, weil James verletzt vom Feld musste - für ihn kam Luis Muriel (31.).

Ihr eigenes Team zeigte weiter wenig Erbauliches, bis eine Standardsituation das Spiel entschied: Nach einem Eckball von Quintero verwandelte Mina per Kopf (74.).

Im Entscheidungsspiel dauerte es eine Viertelstunde bis zum ersten Aufreger: Carlos Sanchez attackierte im Strafraum den durchbrechenden Senegal-Star Sadio Mane, Schiedsrichter Milorad Mazic entschied ohne zu Zögern auf Elfmeter. Mit Juan Cuadrado von Juventus Turin und Juan Quintero von River Plate verfügen die "Cafeteros" aber über weitere gefährliche Offensivwaffen. Ganz eindeutig war die Situation nicht. Es war die erste große Möglichkeit für sein Team.

Moussa Konaté warf sich sofort auf den Boden, zwei andere folgten ihm, aber das Gros der senegalesischen Mannschaft wartete noch einen Moment. Wir haben das Achtelfinale geschafft und sind zufrieden. Nach dem Seitenwechsel tat sich auf dem Platz zunächst auch nicht viel, viel Kampf, ein paar Ballverluste, und irgendwann sah der Senegalese M'Baye Niang die gelbe Karte, was zu diesem Zeitpunkt noch nicht so stark interessierte. Ebenfalls alle Spiele zur WM haben ZDF und ARD im Programm, die heute am Nachmittag das Match aus Gruppe H ebenfalls live im TV übertragen.

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