"Lifeline"-Rettungsboot: Kapitän weist Anschuldigungen zurück"

Einstellen Kommentar Drucken

Der deutsche Kapitän des Rettungsschiffs "Lifeline", Claus-Peter Reisch, ist nach einer Anhörung vor einem maltesischen Gericht gegen eine Kaution von 10.000 Euro vorerst frei. Malta wirft der Dresdner Organisation Mission Lifeline vor, das Schiff sei nicht ordentlich registriert gewesen. Im Video sagt er, dass die Besatzung der "Lifeline" "rechtliche Konsequenzen" angedroht worden seien, weil sie 230 Menschen das Leben gerettet haben. Die Behörden werfen den Flüchtlingshelfern vor, sich bei der Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer behördlichen Anweisungen widersetzt und gegen internationales Recht verstoßen zu haben.

Die "Lifeline" hatte Migranten vor Libyen gerettet und war danach fast eine Woche auf hoher See blockiert, bis sie Valletta anlaufen durfte. Das Verfahren soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Zudem fragte er: "Ich stehe hier vor Gericht, aber warum steht hier nicht die libysche Küstenwache?" Die Polizei betonte, die Vorwürfe gegen den Kapitän stünden nicht in Zusammenhang mit Menschenschmuggel. Unklar sei, ob sich der Kapitän auch äußern wird, sagte sein Rechtsberater Neil Falzon.

Reisch wies die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen vor Gericht zurück. Aktivisten protestierten vor dem Gerichtsgebäude.

Comments