US-Handelsstreit mit Kanada und EU spitzt sich weiter zu

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Trudeau habe Trump in dem Telefonat klargemacht, dass Kanada keine andere Wahl habe als mit Gegenmaßnahmen auf die US-Zölle zu reagieren, hieß es aus dem Büro des Ministerpräsidenten. Zudem werde die kanadische Regierung der einheimischen Stahl- und Aluminium-Industrie sowie der Fertigungsindustrie eine finanzielle Hilfe von 1,5 Milliarden US-Dollar gewähren.

Zum ersten Mal seit dem Eklat beim G7-Gipfel in Kanada Anfang Juni haben US-Präsident Trump und der kanadische Ministerpräsident Trudeau wieder miteinander gesprochen.

Die kanadische Regierung hat am Freitag angekündigt, ab dem 1. Juli Vergeltungszölle auf die aus den USA importierten Güter im Wert von 12,6 Milliarden US-Dollar zu erheben.

Trump dementierte am Freitag (Ortszeit) Spekulationen, wonach er einen Austritt aus der WTO plane. Diese Handlungsweise sei auf die Strafzölle der USA zurückzuführen, die den WTO-Regeln zuwiderliefen. Wir haben seine ätzendsten Tweets gesammelt - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Trump hatte unter anderem Ländern wie China und Deutschland damit gedroht, den Handelskonflikt weiter zu eskalieren. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch. Die Erhebung von Zöllen sei nicht dazu geeignet, das Wirtschaftswachstum der USA zu erhöhen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit anzukurbeln.

Die EU-Staaten haben unterdessen eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle von US-Präsident Donald Trump vereinbart. "Zölle auf Autos und Autoteile erhöhen die Preise für Kunden, sie vermindern die Auswahl und laden Handelspartner zu Vergeltungsmaßnahmen ein", hieß es in dem Appell. Zugleich stellen sich die EU-Spitzen in dem Text noch einmal uneingeschränkt hinter die bereits auf den Weg gebrachten Gegenmaßnahmen auf Trumps Zusatzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte.

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