Kanada kündigt eigene Zölle auf Stahl und Aluminium an

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Der weltweite Handelsstreit um die Sonderzölle von Präsident Donald Trump auf Importe in die USA eskaliert weiter.

US-Präsident Donald Trump hat seine Angriffe auf die Handelspolitik der EU fortgeführt: Im Welthandel sei "die Europäische Union wahrscheinlich genauso schlimm wie China - nur kleiner", sagte Trump dem US-Sender Fox News.

Außerdem sprach er erneut die Ausgaben der USA für die Nato an: "Wir geben in der Nato ein Vermögen aus, um sie zu schützen", klagte Trump. Dabei betonte Trump, dass er die "Europäische Union mag". "Ich war da, vor vielen, vielen, vielen Jahren, ich meine, meine Eltern wurden in der Europäischen Union geboren". Persönlich habe er nichts gegen die EU: "Auf gewisse Weise lieben wir die EU", sagte er. Diese Handlungsweise sei auf die Strafzölle der USA zurückzuführen, die den WTO-Regeln zuwiderliefen.

Ende März hatte Trump ein Memorandum "Über den Kampf gegen die wirtschaftliche Aggression von China" unterzeichnet, das Einschränkungen bezüglich der im Reich der Mitte hergestellten Produktion einzuführen ermöglicht. Länder wie China und Deutschland, die im Verhältnis zu den USA einen großen Handelsüberschuss verzeichnen, sind ihm ein besonderer Dorn im Auge.

"Es ist furchtbar, was sie uns antun", fügte er hinzu. "Sie machen mit uns scheußliche Dinge: Sie liefern uns Mercedes aber wir können ihnen keine Autos liefern". Damit will Trump Arbeitsplätze im eigenen Land sichern.

Die kanadische Regierung hat am Freitag angekündigt, ab dem 1. Juli Vergeltungszölle auf die aus den USA importierten Güter im Wert von 12,6 Milliarden US-Dollar zu erheben. Die EU-Kommission wollte sich dazu auf Anfrage am Freitag zunächst nicht äußern. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker plant noch für diesen Monat eine Reise nach Washington, um über einen Ausweg aus dem Streit zu sprechen.

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