"Der Spiegel": Massive Datenschutzpanne bei Panini

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Unbefugte hätten persönliche Daten anderer Kunden einsehen können. Längst hat Panini auch einen Internet-Dienst, auf "MyPanini" können Nutzer eigene Fotos hochladen, um selbst zum Sammelbild zu werden, die Sticker bekommt man dann per Post.

Die Fußballsticker von Panini haben während der WM 2018 wieder Hochkonjunktur.

Der italienische Sammelalbenhersteller Panini kämpft einem Bericht des "Spiegel" zufolge mit einer massiven Datenpanne. Zu den sichtbaren Informationen zählte nicht nur das hochgeladene Bild, sondern vielfach auch Name, Geburtsdatum und Wohnort. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass es eingeloggten Nutzern bis vor kurzem möglich war, die personenbezogenen Daten anderer Kunden einzusehen.

Laut "Spiegel" waren auf den Bildern häufig Kinder und Kleinkinder zu sehen.

Auf den Beispielen, die das Magazin einsehen konnte, seien häufig Kinder und Kleinkinder zu sehen gewesen - viele davon aus Deutschland, aber auch aus Ländern wie Belgien, Frankreich, Brasilien und Argentinien, manche mit nacktem Oberkörper und im privaten häuslichen Umfeld.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar bewertet im Spiegel den Vorgang als "besonders problematisch, weil massenhaft Minderjährige betroffen sind". Das Problem sei intern schon seit Tagen bekannt gewesen.

Panini hat das Problem am vergangenen Mittwoch über seinen Direktor für Neue Medien, Giorgio Aravecchia, bestätigt, einen Tag später teilte er mit, dass diese Lücke per Update geschlossen werden konnte. Nach den neuen Datenschutzregeln, die Ende Mai in Kraft getreten sind, müsse jedes Unternehmen technisch und organisatorisch für ausreichenden Schutz personenbezogener Kundendaten sorgen, sagte Caspar dem Magazin.

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