Aktienkurs bricht ein - Reederei Hapag-Lloyd senkt Prognose

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Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Hapag-Lloyd nach einer Gewinnwarnung der Container-Reederei auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen.

Operativ erwartet Hapag-Lloyd nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in einer Bandbreite von 200 bis 450 Millionen Euro - nach 410,9 Millionen Euro im Vorjahr. Höhere Treibstoffkosten durch die in diesem Jahr stark gestiegenen Ölpreise und ein Anstieg der Charterraten aufgrund der stärkeren Nachfrage nach Schiffen lassen die Kosten in die Höhe schnellen. Bislang war die Reederei bei beiden Kennziffern von einem "deutlichen" Anstieg ausgegangen.

Die weiten Spannen bei der Prognose erklärte ein Sprecher mit der Volatilität des Schifffahrtgeschäfts, das sich stark an der konjunkturellen Entwicklung orientiere. Die bislang eingeleiteten Sparmassnahmen reichen dem Konzern zufolge nicht aus, um dem wachsenden Kostendruck Herr zu werden. Mit 28,12 Euro wurden die Papiere auf dem niedrigsten Niveau seit einem Jahr gehandelt und lagen dabei mit 21,7 Prozent im Minus. Sein zunächst noch unverändertes Kaufvotum basiere auf besseren Marktbedingungen nach dem ersten Halbjahr mit besseren Frachtraten. Der Konzern hatte damals vor allem Hoffnung auf weitere Verbesserungen in der zweiten Jahreshälfte gemacht. Trotz mehrerer Fusionen und ambitionierter Sparprogramme bleibe das Wettbewerbsumfeld für Hapag-Lloyd intensiv.

Hamburg ist seit 2008 an dem Unternehmen beteiligt und hält heute noch 13,9 Prozent der Anteile.

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