Forscher erwarten in diesem Sommer besonders viele Zecken

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In diesem Jahr sind die Blutsauger besonders aktiv. 2018 werde ein Zeckenjahr, erklärte das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).

Zur Vorhersage der dortigen Zecken-Belastung dient den Wissenschaftlern neben den Durchschnittstemperaturen auch die Zahl der Bucheckern, also die Früchte der Buche: Je mehr Bucheckern es zwei Jahre vor einem fraglichen Sommer gibt, desto mehr Wild und Nagetiere haben Futter. Die Experten haben ein Modell mitentwickelt, mit dem sie die Zeckendichte bereits im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen können.

Für den Sommer 2017 hatte das Team 187 Zecken pro standardisierter Fläche vorhergesagt und 180 gefunden.

Zecken können Borreliose und Hirnhautentzündung übertragen - Krankheiten, die tödlich verlaufen können. Zecken sind Hauptüberträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer viralen Hirnhautentzündung. Grundlage ist die Zählung von Jungtieren in einem Infektionsherd in Süddeutschland. Wo das Risiko besonders groß ist, zeigt das Robert-Koch-Institut auf seiner Website. Während es für die FSME eine vorbeugende Impfung gibt, steht für die Borreliose kein Impfstoff zur Verfügung. Infektionen können aber mit Antibiotika behandelt werden. Als FSME-Risikogebiete gelten aktuell 156 Kreise in Deutschland. Demnach zählen dazu Gegenden in fast ganz Bayern und Baden-Württemberg, sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und des Saarlands.

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