Schüsse in US-Zeitungsredaktion - Mehrere Tote und Verletzte

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Ferner hätten mehrere weitere Menschen zum Teil schwere Verletzungen erlitten.

Nach Polizeiangaben wurde der mutmaßliche Täter gefasst. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Der mutmassliche Täter verstümmelte sich vor seiner Tat die Finger. Damit habe er offenbar einen Abgleich seiner Fingerabdrücke durch die Polizei verhindern wollen. Trotzdem sei es mittels Gesichtserkennungstechnologie gelungen, ihn zu identifizieren.

Der Angriff ereignete sich um 14.40 Uhr Ortszeit (20.40 Uhr MESZ). Ein Mitarbeiter der Lokalzeitung, der während des Vorfalls anwesend war, berichtete von mehreren Toten.

Ein Reporter der betroffenen "Capital Gazette"-Redaktion schrieb auf Twitter: "Ein Einzelschütze hat in meinem Büro auf mehrere Menschen geschossen".

"Es gibt nichts Beängstigenderes als zu hören, wie mehrere Menschen erschossen werden, während man unter seinem Tisch hockt und hört, wie der Schütze neu lädt", schreibt er weiter.

Die Polizei sei extrem schnell, binnen 60 Sekunden, am Ort des Geschehens gewesen, sagte Steve Schuh von der Bezirksregierung. Die US-Bundespolizei behandelte den Vorfall zunächst als lokales Ereignis ohne politischen Hintergrund.

Trump hatte zuvor immer wieder hart gegen die sogenannten "Fake News"-Medien ausgeteilt, die seiner Ansicht nach falsch über ihn und seine Politik berichten".

Der Schütze wurde außerhalb der Redaktion dingfest gemacht, so der TV-Sender unter Verweis auf Ron Bateman, den Scheriff des Bezirks Anne Arundel. In Nachrufen auf ihrer Internetseite gedachte die "Capital Gazette" am Freitag den fünf Opfern. Sie ist das Lokalblatt für die Region und gehört zur Gruppe der "Baltimore Sun".

Annapolis - In einer Zeitungsredaktion in Annapolis nahe der US-Hauptstadt Washington sind am Donnerstag mehrere Menschen erschossen worden.

Die Drohungen seien über soziale Medien ausgesprochen worden, sagte Polizeichef Bill Krampf.

Die New Yorker Polizei hat laut Angaben des stellvertretenden Anti-Terror-Chefs John Miller Einsatzteams zu verschiedenen Medienorganisationen entsandt. Dies nicht "aufgrund einer bestimmten Bedrohungslage, sondern aus einem Übermass an Vorsicht", wie Miller mitteilte.

Die Behörde für Schusswaffenkontrolle (ATF) teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, sie sei wegen einer Schießerei bei der "Capital Gazette" in Annapolis, der Hauptstadt von Maryland, im Einsatz.

Die Polizei hat nach Medienberichten das betroffene Gebäude geräumt und die Bevölkerung aufgerufen, sich fernzuhalten. "Die Ermittlungen sind das, was nun am längsten dauern wird", sagte Krampf. Details zu Inhalt und Urheber nannte er nicht.

Ein Polizeisprecher sagte über den Mann: "Nach meinen Erkenntnissen war er verärgert über die Zeitung als Ganzes". Er habe nicht einzelne Reporter gezielt als Opfer ausgesucht. Der Sender NBC hatte zuvor berichtet, der Tatverdächtige habe vor Jahren einen Rechtsstreit mit dem Blatt ausgetragen - und diesen verloren.

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, zeigte sich betroffen. "Bitte achten Sie auf alle Warnungen und halten Sie sich von dem Gebiet fern".

Nach einer tödlichen Schießerei in einem Zeitungshaus in Annapolis spricht die Polizei von einem "gezielten Angriff". Sie hatten die Debatte über Verschärfungen des US-Waffenrechts angeheizt.

Die Vertreterin des Weißen Hauses, Lindsay Walters, erklärte gegenüber Journalisten, US-Präsident Donald Trump sei über die Schießerei informiert worden. Zudem dankte er den Einsatzkräften vor Ort.

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