USA: 2000 Kinder illegaler Einwanderer von Eltern getrennt

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Das gab das US-Innenministerium in Washington bekannt.

Die US-Behörden haben seit Mitte April 2.000 Kinder von ihren Eltern getrennt, die einen illegalen Grenzübertritt in die USA versucht hatten.

Den Angaben zufolge waren zwischen 19. April und 31. Mai dieses Jahres 1995 Kinder an der Seite von 1940 Erwachsenen an der Grenze aufgegriffen worden. Allerdings würden Säuglinge nicht von ihren Müttern getrennt. Das UN-Menschenrechtskommissariat kritisiert die Familientrennungen als schweren Verstoß gegen die Kinderrechte.

Illegale Einreise: USA erwägen, Eltern von ihren Kindern zu trennen Das US-Heimatschutzministerium will einen entsprechenden Vorschlag ausarbeiten. Es sei eine gängige Norm in der Strafverfolgung, dass Kinder nicht gemeinsam mit ihren Eltern inhaftiert würden, hieß es.

Die Heime, in denen die Kinder leben, sind dicht gefüllt. Deshalb bereiten US-Behörden inzwischen Zeltlager zur Unterbringung der Kinder vor. Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, nannte die Vorgehensweise "beschämend".

Die Praxis ist auch in Trumps Republikanischer Partei, die traditionell die Familienwerte hochhält, umstritten. US-Präsident Donald Trump bezichtigte seinerseits Pelosis Demokraten, eine Gesetzesänderung mit einer Lösung für Migrantenkinder verhindert zu haben. Im Repräsentantenhaus zirkulierten zwei Gesetzentwürfe zur Einwanderung, über die möglicherweise in der kommenden Woche abgestimmt werden soll.

Ein Interview des Senders "Fox News" sorgte unterdessen für Verwirrung, was die Gesetzgebung bezüglich der Familientrennung angeht.

Der eine setzt ganz auf rigorose Massnahmen zur Eindämmung der Zuwanderung. Zugleich ist darin aber auch das Ende der Familientrennungen an der Grenze vorgesehen. Er fügte dann allerdings hinzu: "Ich würde sicherlich nicht den moderateren unterzeichnen". "Ich möchte auf den Apostel Paulus und seine klare und weise Anordnung im Brief an die Römer 13 verweisen, wonach die Gesetze der Regierung befolgt werden müssen, weil Gott die Regierung zu seinen Zwecken eingesetzt hat", sagte Sessions am Donnerstag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Indiana.

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