Rene Benkos Signa kauft Kika/Leiner - Verhandlerkreise

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"Der Deal ist durch", hieß es aus Verhandlerkreisen zur APA. Nachdem der Kreditversicherer Euler Hermes Warenlieferungen nicht mehr abzusichern bereit war und die Urlaubsgelder Ende Juni fällig werden, war Kika/Leiner seit zehn Tagen auf der Suche nach einem finanziellen Ausweg.Nähere Details zum Notverkauf sollen noch in den nächsten Stunden folgen.

Donnerstagmittag gab es erste Medienberichte, dass Signa bei der österreichischen Möbelkette einsteigt.

Rene Benko hat sein Vermögen in der Signa-Gruppe organisiert. Die Signa-Gruppe hatte ein Angebot in Höhe von 450 Millionen Euro für die Übernahme von Kika/Leiner gelegt. "Ein Schwerpunkt wird künftig vor allem der Online-Handel, da ist die Signa-Gruppe schon jetzt sehr stark", so ein Insider gegenüber
ÖSTERREICH. Ihm gehören etwa Österreichs teuerste Einkaufsmeile, das Goldene Quartier in der Wiener City, oder die deutschen Karstadt-Kaufhäuser mit dem Berliner Kult-Shopping-Tempel KaDeWe. Steinhoff saß zu diesem Zeitpunkt auf einem Schuldenberg von 10,7 Milliarden Euro und ringt seither ums finanzielle Überleben. Hier wird sich nun auch Kika/Leiner einordnen. Für "bis zu 24 Monate" soll die Finanzierung reichen, sagte Gunnar George, Geschäftsführer von Kika/Leiner Österreich, damals und bemühte sich um Schadensbegrenzung: "Kunden werden ihre Möbel bekommen", versicherte er. "Die kapitalstarke Signa hat mit der erfolgreichen Sanierung von Karstadt die langfristige Sicherung von Arbeitsplätze bewiesen und wird den Restrukturierungsprozess, den wir Anfang des Jahres begonnen haben, als Garant weiter unterstützen", so George.

Die Kika/Leiner-Eigentümerfamilie Koch hatte im Jahr 2013 die Möbelkette laut damaligen Medienberichten um mehr als 500 Millionen Euro an Steinhoff verkauft. Euro an Steinhoff. Der Konzern hat nach eigenen Angaben rund 130.000 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern. Vergangenen Dezember hatte die Nummer zwei im weltweiten Möbelhandel hinter IKEA Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen eingeräumt, die Aktien des Unternehmens gingen auf Talfahrt und stürzten zeitweise um mehr als 90 Prozent in die Tiefe. Im osteuropäischen Raum wurden rund 200 Millionen Euro erlöst. Weitere 100 Millionen Euro werden als Finanzspritze in das operative Geschäft investiert. Die XXXLutz-Gruppe wird damit um 123 Einrichtungshäusern in Deutschland mit fast 8.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,6 Mrd.

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