Handelskrieg: Trump erlässt offenbar Milliarden-Strafzölle gegen China

Einstellen Kommentar Drucken

US-Präsident Donald Trump bereitet Regierungskreisen zufolge milliardenschwere Zölle gegen China vor. Dennoch sei die Situation nicht länger hinzunehmen. Die US-Administration plant demnach nächste Woche, höchstwahrscheinlich ab Freitag, dem 22. Juni, die Zölle auf Einfuhren im Wert von Dutzenden Milliarden US-Dollar in Kraft zu setzen.

Laut amerikanischen Medienberichten hat der amerikanische Präsident Donald Trump am Donnerstag sein Einverständnis zu neuen Zöllen auf chinesische Güter im Wert von etwa 50 Mrd.

Aus der Mitteilung des Weißen Hauses geht nicht hervor, wann die Zölle tatsächlich wirksam werden. Wann sie in Kraft treten sollen, ist aber noch unklar. Bei dem Treffen waren nach einem CNN-Bericht unter anderem Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer anwesend.

China hatte für den Fall von Strafzöllen "unmittelbare" Gegenmaßnahmen angekündigt. Peking hatte klargemacht, dass man keine Angst vor einem Handelskrieg habe und mit Strafen im gleichen Umfang reagieren wolle. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte vor sehr negativen Auswirkungen gewarnt, die ein Handelskonflikt bei Konsumenten, Investoren und auf den Finanzmärkten auslösen würde. Insider sagten, die US-Liste über ursprünglich 1300 Gruppen von chinesischen Produkten könnte etwas kürzer ausfallen.

In Anwesenheit von US-Außenminister Mike Pompeo sagte Chinas Spitzendiplomat Wang Yi, die USA habe zwei Möglichkeiten.

Die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China steuern auf einen Handelskrieg zu. Diskussion über den Handel sollten im Rahmen des Rahmens von multilateralen Institutionen und Regeln laufen. Wang Yi äußerte gleichwohl die Hoffnung, dass Washington "nicht weitere Hindernisse schafft". Kern des Abkommens ist der Abbau von 98 Prozent der Zölle zwischen beiden Wirtschaftsräumen, was den EU-Exporteure über eine halbe Milliarde Euro im Jahr sparen soll.

"Kurz danach" sollten zusätzlich Zölle in Höhe von 25 Milliarden verhängt werden, hatte es bei der ersten Ankündigung geheißen.

Bereits seit dem 23. März in Kraft sind US-Zölle von 25% bzw.

Dem Blatt zufolge bestätigte Trump bislang diesen Schritt nicht und kann sich es noch anders überlegen, um die Spannung in den Beziehungen zu China nicht zu erhöhen. Eine weitere Eskalation in dem Streit wäre auch deswegen brisant, weil die USA China für eine Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea brauchen. Er hatte schon im Wahlkampf angekündigt, es deutlich reduzieren zu wollen. Allein im vergangenen Jahr exportierte die Volksrepublik für 375 Milliarden Dollar mehr Waren in die USA, als es von dort einführte. Trump will auch Pekings staatlicher Unterstützung für eigene Technologie-Firmen einen Riegel vorschieben. Die USA werfen China vor, wiederholt Praktiken angewandt zu haben, um geistiges Eigentum der USA auf unfaire Art und Weise zu erhalten.

Comments