Trump nach Gipfel in Singapur: "Keine Atomgefahr mehr aus Nordkorea"

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Dabei hatte die US-Regierung vor dem Treffen in dieser Frage große Hoffnungen geweckt und die Vorgespräche mit Nordkorea als so erfolgreich beschrieben, dass Präsident Trump sogar früher als geplant aus Singapur abreisen werde. Was die Welt auf dem G7-Gipfel entsetzt beobachtet hat, ist die gleiche Dynamik, die sie jetzt in Singapur sieht: "eine globale Aufgabe in der Schadensbegrenzung von Donald Trump".

Viele Atom-Fachleute sind von dem Gipfel zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim enttäuscht.

Kim Jong Un sagte, im Vorfeld des Treffens sei es nicht leicht gewesen. Präsident Obama sagte, Nordkorea sei unser größtes und gefährlichstes Problem. Bei der geplanten Denuklearisierung, die "sehr, sehr schnell" angegangen werde, sollten amerikanische und internationale Inspekteure eingesetzt werden. Trump habe seine Absicht bekundet, die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea zu stoppen, Nordkorea Sicherheitsgarantien zu geben und Sanktionen aufzuheben, wenn sich die Beziehungen verbesserten, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Da der Kriegszustand seit dem Ende des Koreakrieges 1953 völkerrechtlich nie beendet wurde, wäre - wie von Trump in Aussicht gestellt - ein Friedensvertrag nötig, um die Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen. Anders als es die Sprunghaftigkeit vor allem Donald Trumps hätte erwarten lassen, sei die Gipfel-Vereinbarung das Ergebnis "orthodoxer Diplomatie, mühsam ausgearbeitet von einem Stab höherer Beamter". "Die Vergangenheit muss nicht die Zukunft definieren".

In der Erklärung fehlt indes zunächst jede zeitliche Festlegung.

"Nordkorea wird nicht von heute auf morgen atomar abrüsten".

► Beide Staaten wollen sich gemeinsam "für den Aufbau eines dauerhaften und stabilen Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel" einsetzen.

Nach Angaben von Trump wurden beim Treffen auch Menschenrechtsfragen behandelt.

Schon zuvor hatte Trump dem nordkoreanischen Machthaber euphorisch gedankt - ebenso per Nachricht auf Twitter.

Laut der Schlagzeile in der amtlichen Zeitung "Rodong Sinmun", dem Sprachrohr der herrschenden Arbeiterpartei Nordkoreas, wurde mit dem "Treffen des Jahrhunderts eine neue Geschichte" in den Beziehungen beider Länder eingeleitet. Man habe eine "sehr besondere Verbindung aufgebaut".

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