Lkw-Nachtfahrverbot auf Brenner-Transitstrecke polarisiert

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Damit könnte eine bessere Verteilung des Lkw-Verkehrsaufkommens rund um die Uhr ermöglicht werden, erläuterte ihr Ministerium.

Spitzenvertreter Deutschlands, Österreichs und Italiens sowie Tirols, Südtirols und aus dem Trentino treffen sich in Bozen, um gemeinsam nach Lösungen zur Eindämmung des ständig wachsenden Transitverkehrs über den Brenner zu suchen.

Platter hält am seit 1989 bestehende Nachtfahrverbot für Lastwagen in Tirol fest.

Er betont: "Es wäre unrealistisch zu glauben, dass alle Waren auf die Schiene verlagert werden können: Die Verlagerung muss selbstverständlich gefördert werden, aber gleichzeitig braucht es Lösungen, die die Durchlässigkeit des Warentransports über die Alpen sicherstellen und die Erfordernisse eines aktiven Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen".

Wie beim ersten Brenner-Gipfel im Februar in München vereinbart, habe Bayern inzwischen als kurzfristige Lösung die sogenannte Rollende Landstraße reaktiviert, bei der Lastwagen auf Zügen transportiert werden. Der Terminal in Regensburg für die Verladung Richtung Italien stehe zur Verfügung. Die Rola sei aber nur eine Zwischenlösung, Bayern favorisiere den Transport der Güter ohne Lkw-Zugmaschine. "Jetzt über eine Aufweichung des Nachtfahrverbots nachzudenken, die unweigerlich dazu führen würde, dass noch mehr Lkw den Weg durch Tirol nehmen, ist für uns inakzeptabel", sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Das Brenner-Meeting werde ausschlaggebend zur Lösung der Probleme im Zusammenhang mit der Alpenüberquerung über den Brenner sein, wobei laut ANITA und ANFIA insbesondere einseitige Initiativen, wie die von Tirol umgesetzte Kontingentierung des Lkw-Transits, möglichst vermieden werden sollten. Damit könne der Verkehr besser verteilt werden.

Deutschlands Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der nicht am Gipfel teilnahm, kritisierte Platters Vorgehen noch am Dienstagnachmittag scharf.

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