Wirtschaft: Daimler bringt auch mit US-Marke Elektro-Laster auf den Markt

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Mit dem "eCascadia" hat Freightliner nun einen schweren Elektro-Lkw für den Fernverkehr im Portfolio, der über ein zulässiges Gesamtgewicht von über 15 Tonnen verfügt.

Das neue Freightliner-Modell "eM2" deckt als vollelektrische Variante das mittelschwere Segment (neun bis zwölf Tonnen) ab. Unter anderem in Europa bereits auf dem Markt ist der vollelektrische Leicht-Lkw eCanter der Daimler-Tochter Fuso. Die Serienproduktion ist - wie bei Daimlers Elektro-Lkw für den europäischen Markt - ab 2021 geplant.

Bei der Profitabilität sieht Spartenchef Martin Daum derweil noch Verbesserungsbedarf. Wir haben schon früh begonnen, daran zu arbeiten und es ist unser Anspruch, hier in jedem relevanten Segment den Maßstab zu setzen.

Daimler Trucks rückt weiter in Richtung Elektromobilität. Dabei gilt das Ziel: e-Mobilität muss wirtschaftlich sein - sowohl für die Kunden als auch für den Hersteller. Weiterhin wird EMG - analog zur globalen Plattformstrategie konventioneller Aggregate und Antriebskomponenten - eine weltweit einheitliche Architektur erarbeiten. Außerdem gibt es zwei neue Elektro-Trucks und ein F&E-Zentrum für automatisierte Lkws. "Wir verstärken damit unsere Kapazitäten in diesem Bereich mit dem Ziel, weltweite Synergien in der Entwicklung dieser Schlüsseltechnologien zu schaffen". Diesen Ansatz übernehmen wir nun auch für den Bereich der e-Mobilität. Frank Reintjes, im Bereichsvorstand von Daimler Trucks & Buses verantwortlich für Global Powertrain und Manufacturing Engineering.

Der Freightliner eCascadia basiert auf dem Langstrecken-Lkw Cascadia der schweren US-Klasse 8. 730 PS surren nahezu geräuschlos unter der für US-Trucks charakteristischen langen Haube.

Der Freightliner eM2 106 ist für den lokalen Verteilerverkehr von Lebensmitteln sowie im Zustellverkehr auf der letzten Meile gedacht. Seine Batterien stellen 325 KWh bereit und sollen für rund 370 km reichen. Die Batterien lassen sich innerhalb von 60 Minuten auf 80 Prozent aufladen, ausreichend für eine Reichweite von 300 Kilometer. Die Mitarbeiter hier entwickeln Systeme für automatisiertes Fahren bei Daimler Trucks & Buses weiter. Als unangefochtener Marktführer in Nordamerika wissen wir: "Am Markt setzen sich nur die Lkw und Busse durch, die genau die Bedürfnisse der Transporteure erfüllen".

Die ersten 30 Freightliner-E-Lastwagen sollen im Laufe dieses Jahres als "Innovationsflotte" an Kunden übergeben werden. DTNA wird mit dieser Innovationsflotte im täglichen Transportgeschäft gemeinsam mit Spediteuren weitere Einsatzmöglichkeiten, um bei der Weiterentwicklung von Elektro-Antrieben noch stärker auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können.

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