Österreich will Imame ausweisen und Moscheen schließen: Erdogan kündigt Reaktion an

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Erdogan selbst droht mit Konsequenzen.

Die Entscheidung Österreichs, Moscheen zu schließen, bringe die Welt in Richtung eines Krieges zwischen Kreuzrittern und Halbmond, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstagabend bei einem Fastenbrechen.

Er kündigte auch eine nicht näher beschriebene Antwort an: "Ihr macht so etwas und wir sitzen tatenlos herum?" Am letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan, nur Stunden vor dem Freitagsgebet die Schließung mehrerer Moscheen zu verkünden, "ist ein Affront gegen die Musliminnen und Muslime in Österreich". "Das bedeutet, dass auch wir einige Schritte unternehmen", sagte der Politiker. Der Sprecher des türkischen Präsidenten hatte zuvor kritisiert, die Entscheidung Wiens verstoße gegen Minderheitenrechte und spiegele die "islamophobe, rassistische und diskriminierende Welle" in Österreich wider.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Juni 2018 um 05:00 Uhr. "Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz", sagte Kurz dazu in Wien. Bei den Imamen im Visier der Behörden handelt es sich um Geistliche der "Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich" (Atib).

Unter anderem werde eine Moschee in Wien, die unter dem Einfluss der als extremistisch und faschistisch eingestuften türkischen "Grauen Wölfe" stehen soll, wegen illegalen Betriebs geschlossen, hiess es in Wien. Im April hatten Kriegsspiele mit Kindern anlässlich des Jubiläums einer Schlacht des Ersten Weltkrieges in einer Atib-Moschee in Wien für Aufsehen gesorgt. Atib gehört zum Auslandsarm der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Von Innerschweizer Seite fehlen Joel Wicki, Marcel Mathis und Benji von Ah, während ...

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