"Hab ein wundervolles Leben": Trump lässt Drogenhändlerin nach Kardashian-Besuch frei

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US-Präsident Donald Trump hat die 63-jährige Afroamerikanerin Alice Johnson, die wegen eines Drogendeliktes im Gefängnis sass, begnadigt. Die 63-Jährige verbüßte eine Haftstrafe wegen Drogendelikten, Kardashian bat den US-Präsidenten um die Freilassung der Frau. Sie war unter anderem für schuldig befunden worden, als Telefonvermittlerin in Drogengeschäften tätig gewesen zu sein und deshalb zu lebenlanger Haft verurteilt worden. Zur Begründung hieß es, Alice Marie Johnson habe "Verantwortung für ihr früheres Verhalten" übernommen und sei ein vorbildlicher Häftling. Das Weiße Haus veröffentlichte nach dem Treffen ein Foto, das den Reality-Star an der Seite eines breit grinsenden Präsidenten im Oval Office zeigt. "(...) Auch wenn sich diese Administration immer hart gegenüber Verbrechern zeigen wird, glaubt sie, dass diejenigen, die ihre Schulden gegenüber der Gesellschaft bezahlt und im Gefängnis hart an sich gearbeitet haben, eine zweite Chance verdient haben".

Ihrem Besuch bei Trump sollen monatelange Verhandlungen mit dessen Schwiegersohn Jared Kushner vorausgegangen sein. Zu erwarten ist aber, dass Trumps Entscheidung eine rasche Haftentlassung der Frau zur Folge hat.

Kardashian hatte sich vor einer Woche bei einem Besuch im Weißen Haus für die Freilassung der Großmutter verwendet. Dies sei die "beste Nachricht aller Zeiten", jubelte sie im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Kardashian hatte von Johnsons Fall aus sozialen Medien erfahren und begonnen, sich für die Frau zu engagieren. Kardashian ist mit dem Rapper Kanye West verheiratet, der sich selbst als glühender Trump-Fan beschreibt.

Der Straferlass für Johnson reiht sich nun in eine ganze Serie derartiger Entscheidungen Trumps ein.

Die Haftverkürzung entspricht nicht unbedingt der Linie Trumps, hatte die US-Regierung unter seiner Ägide doch den Umgang mit Drogendelikten eigentlich noch verschärft. So hatte er in der vergangenen Woche den umstrittenen konservativen Kommentator Dinesh D'Souza begnadigt, der wegen Verstoßes gegen Wahlkampffinanzierungsgesetze zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war.

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