Beschluss der EU-Kommission: Vergeltungszölle gegen USA kommen im Juli

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Die Vergeltungszölle der Europäischen Union gegen die USA im Stahlstreit greifen in vier Wochen. Die US-Begründung, die Zölle zum Schutz von Arbeitsplätzen dienten der Verteidigung der nationalen Sicherheit, wiesen die EU und Kanada zurück. Euro mit Zöllen zu versehen. Damit dürfte auch US-Whiskey in Europa teurer werden. Der Jack-Daniel's-Hersteller Brown Forman fürchtet deswegen bereits negative Auswirkungen auf sein Geschäft: "Die Wettbewerbslage in den Industrieländern bleibt weiterhin intensiv, ganz zu schweigen von den Sorgen über mögliche Vergeltungstarife für amerikanische Spirituosen", so der Konzern. Für die Einfuhr von Schweinefleisch, Äpfel und Kartoffeln beträgt die Rate 20 Prozent, für bestimmte Sorten von Käse und Bourbon-Whiskey 20 bis 25 Prozent. In einer zweiten Phase können ab 2021 weitere US-Produkte im Wert von 3,6 Milliarden Euro getroffen werden. Zusammen sind das 6,4 Milliarden Euro - genau der Zollwert, mit dem Washington nun Stahl und Aluminium belegt.

Die Maschinenbauer in Deutschland fordern von der Bundesregierung, sich offensiver als bisher für einen freien Welthandel einzusetzen.

Die EU schlägt im transatlantischen Handelstreit mit den USA zurück.

"Wir bedauern, dass uns die Vereinigten Staaten keine andere Möglichkeit gelassen haben, um die Interessen der EU zu beschützen", sagte Handelskommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel. Es werde bei dem Treffen am Freitag und Samstag "schwierige Diskussionen" geben. Die USA haben mit neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte einen Handelsstreit vom Zaun gebrochen. Zudem sieht Kanada eine Verletzung des Freihandelsabkommens Nafta mit den USA und Mexiko. Die Regierung in Peking soll angeboten haben, das Volumen der Importe aus den USA um 70 Milliarden Dollar zu erhöhen. Trump hat wiederholt den chinesischen Handelsüberschuss mit den USA kritisiert. Dollar, da die US-Exporte dorthin deutlich abnahmen.

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