Milliarden-Deal: PayPal will Mobil-Bezahldienst iZettle übernehmen

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Der US-Zahlungsdienstleister Paypal übernimmt das schwedische Start-up iZettle, das mobile Bezahldienste für kleine Händler anbietet.

Paypal will verstärkt in das Geschäft mit mobilen Kartenlesegeräte einsteigen. Der Deal ist für PayPal die größte Unternehmens-Übernahme in der Firmengeschichte. 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) lässt sich die ehemalige Ebay-Tochter die Transaktion kosten, wie Paypal-Chef Dan Schulman dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag bestätigte. Die Firma aus Schweden ist spezialisiert auf Lesegeräte für Smartphones und Tablets, mit denen auch kleinere Händler Kartenzahlungen annehmen können. Durch den Zukauf rückt PayPal in das Geschäft in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern sowie Brasilien und Mexiko ein.

Es habe in vieler Hinsicht perfekt zusammengepasst, sagte Schulman gegenüber Bloomberg. iZettle rechne 2018 mit Erlösen von rund 165 Millionen US-Dollar und einem abgewickelten Zahlungsvolumen von etwa sechs Milliarden US-Dollar. Der von iZettle geplante Börsengang ist damit wohl hinfällig. Dass Firmen vor dem Börsendebüt weggekauft werden, ist allerdings nicht ungewöhnlich, wenn die Alteigentümer auf diesem Weg mehr Geld machen können. Die 2010 in Stockholm gegründete Firma schreibt noch rote Zahlen: Zum Jahr 2020 solle sie vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen die Profitabilität erreichen, hieß es. Paypal, das bis Mitte 2015 zu Ebay gehörte, ist bei Online-Zahlungen führend und war an der Börse zuletzt über 94 Mrd. "Bislang lag unser Fokus auf Wachstum, Wachstum, Wachstum", hatte iZettle-Chef Jacob de Geer der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. "Der gebotene Preis war so hoch, dass sie nur zustimmen konnten", zitierte die Zeitung eine Person aus dem Umfeld des iZettle-Managements.

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