Maradona feierte mit Venezuelas Präsident Maduro das Wahlkampffinale

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Die Opposition wirft Maduro vor, Venezuela zur Diktatur umbauen zu wollen. "Ich habe die Zukunft in euch gesehen, in euren Augen".

Das Land mit den grössten Ölreserven der Welt steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Maduro hat das von der Opposition kontrollierte Parlament entmachten und zahlreiche Regierungsgegner verhaften lassen. Venezuelas Führung hatte bereits in der Vergangenheit die Kontrolle über Niederlassungen ausländischer Firmen übernommen, die das Land verlassen hatten, etwa die US-Firmen Kimberly-Clark, General Motors und Clorox.

"Wir werden einen Neuanfang im Land wagen und die Dinge besser machen", versprach der autoritäre Präsident bei der Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt Caracas. Allerdings kündigte er auch an, mit "eiserner Faust" gegen "Korrupte und Bürokraten" vorzugehen. Die Fabrik sei "an die Arbeiter zurückgegeben" worden und nehme ihren Betrieb wieder auf, verkündete Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung. Nach der Rede des Präsidenten schwenkte der Weltmeister von 1986 die venezolanische Flagge und tanzte zu den Klängen einer Musikgruppe. Maradona gilt als treuer Anhänger Maduros.

Zuvor hatte der sozialistische Präsident dem Oppositionskandidaten Henri Falcón vorgeworfen, er wolle das südamerikanische Land dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ausliefern. In Maradonas Heimat Argentinien verhandelt die Regierung momentan mit dem IWF über ein Hilfspaketpaket.

Die Regierung habe "umgehend" reagiert und die Filiale wieder geöffnet, sagte Maduro, der sich bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag für eine weitere Amtszeit bewirbt. Die EU hat bereits mit Strafmaßnahmen gedroht, sollte die Wahl nicht fair verlaufen. Viele Oppositionspolitiker wurden inhaftiert oder von der Wahl ausgeschlossen. "Der Imperialismus hat versucht, die Wahl zu stoppen, aber es ist ihm nicht gelungen", sagte Maduro.

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