"Ride of Silence" in Osnabrücks Innenstadt

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Schweigend absolvieren sie ihre Route. An der Unfallstelle versammelten sich am Mittwoch auch Angehörige und Freunde der Frau - ein emotionaler Moment des "Ride of Silence". So war es in den vergangenen Jahren, so wird es wohl auch heute, am Abend des 16. Mai, in vielen Städten aussehen.

Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der den "Ride of Silence" in Deutschland organisiert, findet die Aktion in diesem Jahr in mehr als 350 Städten weltweit statt. In Deutschland sind unter anderem Berlin, Hamburg, Köln und Leipzig dabei.

Etwa 60 schweigende Radfahrer haben in Augsburg der fünf Menschen gedacht, die im Jahr 2017 bei Fahrradunfällen gestorben waren.

Der Verband fordert, Fahrradfahrern im Straßenverkehr mehr Platz einzuräumen und Rechtsabbiegerkreuzungen umzugestalten, etwa mit vorgezogenen Haltelinien für Radfahrer.

In Bonn führt die Demonstrationsfahrt ab 18 Uhr vom Münsterplatz zur Reuterstraße und in die Weststadt zur Viktoriabrücke, wo zuletzt Radfahrer ums Leben gekommen sind oder schwer verletzt wurden. So werden an Stellen, an denen sich tödliche Unfälle ereignet haben, weiße "Geisterräder" aufgestellt. Laut ADFC sind vor allem Abbiegeunfälle ein großes Problem.

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