P&R fehlen eine Million Container

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Nach der Pleite der Containerinvestmentfirma P&R hat die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen unter anderem wegen Betrugsverdachts gegen frühere und heutige Geschäftsführer aufgenommen.

Nach den jetzt vorliegenden ersten, noch vorläufigen Ergebnissen der Auswertung der Systeme sind von den vier deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften zum heutigen Stand rund 1,6 Millionen Container an die rund 54.000 Anleger verkauft worden. Als die Staatsanwaltschaft München I dies erfuhr, leitete sie am 21. März 2018 zunächst ein Vorprüfungsverfahren und nun ein Ermittlungsverfahren ein. Container der P&R-Gruppe schlicht und einfach nicht vorhanden sind. Sollte sich nämlich bestätigen, dass es sich um ein sogenanntes "Schneeballsystem" gehandelt hat, könnte der Insolvenzverwalter verpflichtet sein, alles zur Insolvenzmasse zu ziehen, was in den letzten vier Jahren von der P&R an die Anleger ausgezahlt wurde. Insbesondere haben die Vermittler auch in keinem uns bekannten Fall darauf hingewiesen, dass die Anleger gar kein Eigentum an den Containern erwerben konnten, wenn sie kein Eigentumszertifikat von der P&R aktiv anforderten.

Ist das Geld der Anleger verloren?

. Selbst wenn einige Container derzeit noch vermietet sind, droht damit ein gewaltiger finanzieller Schaden. Jaffé appellierte an enttäuschte Anleger, auf Alleingänge beim Verkauf oder sonstige Verwertung der P&R-Container zu verzichten. Es gelte nun, die Miet- und die späteren Verkaufserlöse für eine bestmögliche Befriedigung der Ansprüche der Anleger zu sichern und zu realisieren. Die Kanzlei ermöglicht ihren Mandanten die rechtssichere Anmeldung der Forderungen zur Insolvenztabelle und die erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen. Nach Angaben eines Sprechers von Jaffé lässt sich dann auch erst die Höhe der Forderungen abschätzen. So betrug die die Lücke zwischen den verkauften und den vorhandenen Containern bereits im Jahr 2010 rund 600.000 Stück. Zeitweise galt P&R als größter Schiffscontainer-Vermieter der Welt. Diese hätten vielfach seit Jahrzehnten in P&R investiert, mehr als die Hälfte von ihnen seien über 60 Jahre alt.

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