Nach Toten in Gaza - Erdogan kündigt Islam-Sondergipfel an

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Nach dem blutigen Montag von Gaza attackiert der türkische Präsident Erdogan die israelische Regierung - in besonders scharfem Ton.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat dem israelischen Premier, der haltlose Mitteilungen über Ihn auf Twitter postete mit folgenden Worten geantwortet, "Sie haben das Blut der Palästinenser in ihren Händen".

"Egal von welcher Seite er kommt, von Amerika oder von Israel, ich verfluche dieses humanitäre Drama, diesen Genozid", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend.

Beim blutigsten Tag seit dem Gaza-Krieg 2014 waren insgesamt 60 Palästinenser getötet worden, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Das außerordentliche Treffen der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) solle in Istanbul stattfinden, sagte Erdogan bei einer Pressekonferenz mit der britischen Premierministerin Theresa May in London. Rund 2800 wurden verletzt.

Am Montag hatten die USA ihre Botschaft in Jerusalem eröffnet.

Erdogan konterte nun, Netanjahu könne "seine Verbrechen nicht verschleiern, indem er die Türkei angreift". "Lesen Sie die Zehn Gebote", schrieb der türkische Staatschef auf Twitter. Er fügte hinzu, die Türkei werde "niemals akzeptieren", dass die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt haben.

Das Weiße Haus sieht die Verantwortung für die Gewalt im Gazastreifen voll und ganz bei der radikal-islamischen Hamas. Der Diplomat sei ferner über die Einbestellung des türkischen Botschafters in Tel Aviv zu Konsultationen informiert worden, hieß es.

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