Ebola - Virus hat Millionen-Stadt am Kongo erreicht

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Das lebensgefährliche Ebola-Virus hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Millionenstadt erreicht. Der Fall sei in Mbandaka mit fast 1,2 Millionen Einwohnern festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

Die Krankheit wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. Damit sollen vor allem Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen und Menschen, die mit den Ebola-Patienten in Kontakt gekommen waren, geimpft werden. Inzwischen seien 5400 Dosen eines experimentellen Impfstoffs im Land eingetroffen.

Notfallteams von Ärzte ohne Grenzen haben eine Isolationszone im Krankenhaus von Mbandaka und eine im Spital in Bikoro errichtet.

Die WHO hatte vergangene Woche über den erneuten Ebola-Ausbruch im Kongo informiert, bei dem bereits etwa 20 Menschen starben. "Bisher waren aber alle in sehr isolierten Regionen, wie vergangenes Jahr in Likati, wodurch sich die Krankheit nie weit verbreitet hat".

Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus.

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