Deutsche Post beharrt auf ihren Entfristungsregeln

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Berlin (Reuters) - Die Deutsche Post will an ihrem umstrittenen Einstellungsverfahren festhalten. "Wir werden an den Eckpunkten festhalten, denn sie haben sich in der Praxis bewährt und sind arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden", sagte Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag.

Die Entfristungsregeln der Post hatten zuletzt für Kritik gesorgt: Der Bonner Konzern übernimmt Angestellte nur dann unbefristet, wenn sie zuvor innerhalb von zwei Jahren nicht mehr als 20 Krankheitstage und nicht mehr als zwei selbstverschuldete Unfälle mit konzerneigenen Fahrzeugen hatten.

Daran hatte es massive Kritik gegeben. "Unsere Mitarbeiter, die auch bei Wind und Wetter raus müssen, brauchen ein gewisse körperliche Fitness", verteidigte Ogilvie die Bedingungen.

Personalvorstand Ogilvie wies darauf hin, dass es sich bei den Kriterien lediglich um Anhaltspunkte halte, die auch Ausnahmen zuließen: "Wenn es eine Grippewelle gab oder jemand einen Sportunfall mit langer Ausfallzeit hatte, kann von den Eckpunkten durchaus abgewichen werden". "Und das geschieht auch".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Mai 2018 um 07:00 Uhr in den Nachrichten.

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