Bayer und Syngenta verlieren Klagen gegen Insektizid-Beschränkungen

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Der Europäische Gerichtshof bestätigte am Donnerstag entsprechende Verordnungen der EU-Kommission aus dem Jahr 2013, gegen die die beiden Agrarchemieanbieter geklagt hatten. Diese werden zur Behandlungen von Pflanzen- und Getreidearten verwendet, die insbesondere Bienen anziehen und diese gefährden.

Die Chemiekonzerne Bayer und Syngenta sind mit ihren Klagen gegen EU-Verbote einiger für Bienen möglicherweise gefährlichen Insektengifte vor dem EU-Gericht gescheitert. Syngenta beantragte zudem Schadenersatz in Höhe von mindestens 367,9 Millionen Euro.

Syngenta bezeichnete das Urteil als "enttäuschend und bedauerlich".

Fipronil wird unter anderem als Pflanzenschutzmittel und in der Tiermedizin gegen Insekten eingesetzt. Umweltschützer erklärten, dass mit der Entscheidung der Naturschutz über wirtschaftliche Interessen gesiegt habe.

Die Aurelia Stiftung zum Schutz der Bienen begrüsste das Urteil ebenfalls. Rechtsanwalt Achim Willand sprach von einem "Meilenstein für den Insektenschutz in der industriellen Landwirtschaft". Gegen die erstinstanzliche Entscheidung können innerhalb von zwei Monaten Rechtsmittel eingelegt werden.

BASF (Sitz in Ludwigshafen) dagegen bekam mit seiner Klage gegen die Einschränkung des Pestizids Fipronil von den Richtern weitgehend Recht. Saatgut darf mit dem Mittel allerdings weiterhin nicht vorbehandelt werden.

Der Skandal um Fipronil-Funde hatte im Sommer 2017 wochenlang für Aufregung in der EU und auch in der Schweiz gesorgt. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.

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