Prozess gegen Heckler & Koch beginnt

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Vom kommenden Dienstag an stehen sechs ehemalige Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler & Koch vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Stuttgarter Landgerichts. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, illegal Waffen in mexikanische Krisengebiete geliefert zu haben.

Der Prozess dürfte bundesweit auf Interesse stoßen, obwohl der Sachverhalt schon viele Jahre zurückliegt.

Die Gewehre sollen bereits zwischen 2006 und 2009 geliefert worden sein. Neben den beiden Geschäftsführern gehören auch zwei Vertriebsleiter, eine Vertriebsmitarbeiterin sowie der in Mexiko tätige Verkaufsrepräsentant zu den Angeklagten. Laut Anklage wollten sie sich bereichern. Dorthin hätten die Waffen jedoch gar nicht exportiert werden dürfen. "Wer da Waffenexporte ermöglicht hat, hat Beihilfe zum Morden in Mexiko geleistet", sagte der Rüstungsgegner Jürgen Grässlin.

Das LG Stuttgart hat bis Oktober insgesamt 24 Verhandlungstermine angesetzt (Az: 13 KLs 143 Js 38100/10). Die Firma selbst ist als sogenannter Nebenbeteiligter mit von der Partie, gegen sie könnte die Staatsanwaltschaft eine hohe Geldbuße fordern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Mai 2018 um 12:00 Uhr.

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