Nordkorea droht Gipfeltreffen mit Trump abzusagen

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Seoul Kehrtwende in der koreanisch-amerikanischen Annäherung? Die USA halten an Plänen fest.

Nordkorea droht, wegen Militärübungen der USA mit Südkorea das für den 12. Juni geplante Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump abzusagen.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet, Nordkorea drohe deshalb damit, das Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump am 12. Juni in Singapur abzusagen.

Definitiv abgesagt sind wegen der zweiwöchigen Luftverteidigungsübung die für Mittwoch angesetzten hochrangigen Gespräche zwischen Nord- und Südkorea.

Demnach seien die Militärübungen nicht wie gewünscht eingestellt worden. So simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe einen Einmarsch in den Norden - das sei eine Provokation mitten der Erwärmung der innerkoreanischen Beziehungen.

Vor der Drohung, den Gipfel mit den USA platzen zu lassen, hatte Nordkorea mit dem versprochenen Abbau seines Atomtestgeländes begonnen.

Das historische Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump steht auf der Kippe.

Pjöngjang reagierte dem Bericht zufolge auf das alljährliche Militärmanöver "Max Thunder", an dem Streitkräfte Südkoreas und der USA teilnehmen. "Das sind Dinge, die wir auf der ganzen Welt machen", sagte sie. Durch weitere Gespräche will Südkorea versuchen, "die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden zu schaffen". Damals gab es eine gemeinsamen Erklärung für Frieden und Aussöhnung. Kim Jong Un erklärte sich bei seinem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In unter anderem zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms bereit.

Nordkorea hatte sich grundsätzlich zu einer atomaren Abrüstung bekannt und angekündigt, sein Atomwaffen-Testgelände zwischen dem 23. und dem 25. Mai zu zerstören.

US-Außenminister Mike Pompeo stellte dem Land bei einer vollständigen atomaren Abrüstung die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht. Es ist aber unklar, ob der Staat die Waffen freiwillig aufgibt. Das Atomprogramm ist von der Herrscherfamilie als Überlebensgarantie angesehen worden.

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