Macron verurteilt israelische Gewalt gegen Demonstranten

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In Telefonaten mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem jordanischen König Abdullah betonte Macron die "Notwendigkeit, dass die Demonstrationen in den kommenden Tagen friedlich bleiben", teilte der Élysée mit. Im Gazastreifen kam es parallel zu gewaltsamen Protesten, bei denen israelische Soldaten 55 Palästinenser erschossen.

Nach den tödlichen Konfrontationen an der Grenze zum Gazastreifen spricht Frankreichs Präsident Macron von "Gewalt der israelischen Streitkräfte gegen die Demonstranten". "Der Status von Jerusalem kann nur zwischen den Parteien bestimmt werden, in einem unter der Schirmherrschaft der internationalen Gemeinschaft ausgehandelten Rahmen".

Am Montag hatten die USA in ihrem vormaligen Konsulat in Jerusalem ihre Botschaft eröffnet. Aus der Menge wurden Steine geworfen.

Laut Diplomaten haben die USA am Montag eine Erklärung des UNO-Sicherheitsrates blockiert, in welcher eine unabhängige Untersuchung der Gewalt an der Grenze des Gazastreifens gefordert werden sollte. "Der Sicherheitsrat drückt seine Empörung und sein Bedauern über die Tötung palästinensischer Zivilisten aus, die ihr Recht auf friedlichen Protest ausübten", hieß es in dem Entwurf, der AFP vorlag.

"Die amerikanische Entscheidung, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen steht nicht nur im Widerspruch zu sieben Jahrzehnten der Diplomatie". Trump habe Geschichte geschrieben, ereiferte sich gestern (Benjamin) Netanjahu. Die Reaktion der israelischen Armee sei "absichtlich und zynisch" von der Hamas provoziert worden. Ausschreitungen und der Tod von 58 Palästinensern haben die Feiern zum 70. Tag der Staatsgründung Israels überschattet. Und es gab unter den mehr als 40 000 Demonstranten auch getarnte Hamas-Terroristen.

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