Klimaschutzgipfel in Wien mit Arnold Schwarzenegger

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Arnold Schwarzenegger wwar beim Umweltgipfel seiner Klimaschutzinitiative R20 wieder persönlich anwesend und konnte dort auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßen. "Man muss aufzeigen, was bereits hier und jetzt passiert", sagte er angesichts von Millionen Toten durch Luftverschmutzung. Der Ex-Gouverneur bezog sich auf eine kürzlich publizierte Studie der WHO, wonach mehr als 90 Prozent der Menschen verschmutzter Luft ausgesetzt und rund sieben Millionen Menschen daran jährlich sterben. Mit Optimismus soll man den Kampf gegen die fossilen Energieformen bestreiten: "Ihr könnt Euch nicht verstecken, wir sind die Gewinner".

Vor den Reden erinnerte ein auf der Videowall präsentierter Film, der in einem Boot rudernde Sängerknaben zeigte und in dem Ausschnitte aus Naturkatastrophen eingeblendet wurden, an die gegenwärtigen Auswirkungen der Treibhausgase.

Neben der Hollywood-Atmosphäre am Beginn des Gipfels sorgt auch ein anderes Ereignis für Aufmerksamkeit: Als Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als erster Sprecher den Weg zum Podium nimmt, baut sich vor ihm eine Gruppe junger Aktivisten auf, die der NGO "System Change, not Climate Change" angehören.

Kurz tritt dann doch noch ans Mikrofon: "Das Statement zeigt, dass Klimaschutz ein Thema ist, das emotionalisiert und bewegt", erklärt der Kanzler. Die Frage sei nicht "Wachstum oder Nachhaltigkeit, sondern ein nachhaltiges Wachstum sei gefragt".

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sprach sich auf dem Gipfel für einen CO2-Mindestpreis auf europäischer Ebene aus. "Jeden Tag sehe ich die Probleme der Welt, aber keines ist so groß wie der Klimawandel". Der Umstieg von fossilen auf CO2-neutrale Energien sei leicht gesagt, "aber nicht weniger als eine neue industrielle Revolution", eine Revolution die man schaffen müsse und schaffen werde. Bei dem "Gipfeltreffen für den Klimaschutz" geht es vor allem darum, konkrete, nachhaltige Klimaschutzprojekte zu ermöglichen. Die österreichische Klimastrategie solle ein Vorbild für die EU werden. Die konservative norwegische Premierministerin Erna Solberg betonte den Lenkeffekt von CO2-Steuern, denn obwohl das Land weiterhin fossile Energie produziere, falle hier ein relativ kleiner Fußabdruck an. Neben entsprechenden Gesetzen und Finanzierung müsse man den Bürgern "aber auch die Vision vor Augen führen". "Wir sind kein Eintages-Showbusiness-Event", hielt Mitinitiatorin Monika Langthaler vor kurzem fest, da R20 ganzjährig an grünen Projekten mitwirkt.

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