Helge Achenbach kommt wohl im Juni frei

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Essen/Kleve - Der wegen Betrugs zu einer Haftstrafe verurteilte Ex-Kunstberater Helge Achenbach kommt im Juni auf freien Fuß.

Nach einer entsprechenden Entscheidung des Landgerichts Kleve wird die Staatsanwaltschaft Essen überraschend keine Beschwerde gegen die vorzeitige Freilassung einlegen.

Achenbach kann demnach im Juni nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Haftstrafe auf Bewährung freikommen. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet".

Dafür war er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sollte kein Widerspruch eingelegt werden, kommt Achenbach am 8. Juni frei.

Der Kunstberater war im Juni 2014 bei der Rückkehr aus Brasilien festgenommen worden, wo er das WM-Quartier der deutschen Fußball-Nationalelf mit Kunstwerken ausgestattet hatte. Rund 2500 Kunstwerke aus dem einstigen Firmenbesitz wurden für insgesamt rund 11,5 Millionen Euro versteigert.

Achenbach hat bereits Pläne für die Zeit nach dem Knast: Laut Freunden lässt er einen Bauernhof in Kaarst (bei Düsseldorf) umbauen, um dort ein Heim für Flüchtlinge zu bieten, die als Künstler in Düsseldorf arbeiten wollen.

Mittlerweile hätten besondere Umstände an Gewicht gewonnen: Neben dem sozialen Engagement zähle, dass Achenbach nicht vorbestraft war, gestanden hatte und zum ersten Mal in Haft ist.

Unterdessen dauert der Gerichtsstreit um Schadenersatzforderungen der Albrecht-Erben an: An diesem Donnerstag verhandelt das Oberlandesgericht Düsseldorf den Fall.

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