Gabriel soll in Verwaltungsrat von Siemens Alstom einziehen

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Sigmar Gabriel, früherer Bundesaußenminister und Vizekanzler, soll eine neue Aufgabe bekommen: Er wurde als Mitglied des Verwaltungsrats der geplanten deutsch-französischen Zug-Allianz Siemens Alstom vorgeschlagen. Der Technologiekonzern nominierte den langjährigen SPD-Vorsitzenden als Verwaltungsrat für die geplante Zug-Allianz mit dem französischen Konzern Alstom. Der frühere Außenminister und Vize-Kanzler soll unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats werden.

Siemens nominierte den früheren SPD-Vorsitzenden als eines von elf Mitgliedern des Gremiums, das den fusionierten Hersteller der Schnellzüge ICE und TGV überwachen soll.

Neben Busch gehören weitere drei Siemens-Manager dem Verwaltungsrat von Siemens Alstom an, unter ihnen Finanzvorstand Ralf Thomas und Personalchefin Janina Kugel. Die Aktionäre müssen der Nominierung noch zustimmen.

Die Franzosen wollen ihren Chef Henri Poupart-Lafarge in den Verwaltungsrat setzen. Dazu sollen als unabhängige Mitglieder Yann Delabriere (Alstom-Verwaltungsrat), Clotilde Delbos (Renault-Finanzchefin), Sylvie Kandé de Beaupuy (Airbus-Managerin) und Baudouin Prot von Boston Consulting kommen.

Gabriel hat sich in der Vergangenheit für eine Fusion beider Unternehmen stark gemacht. Dies biete "große Chancen" für Deutschland und Frankreich, hieß es 2014 aus dem damals von Gabriel geführten Bundeswirtschaftsministerium. Die Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss allerdings noch zustimmen.

Der Hersteller aus dem Reich der Mitte ist alleine etwa doppelt so groß wie das neue kombinierte Unternehmen Siemens/Alstom, das auf gut 15 Milliarden Euro Umsatz und weltweit rund 62 300 Beschäftigte kommt. Das Bahngeschäft ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum chinesischen Staatsziel, bis 2025 in allen Schlüsseltechnologien zum Westen aufzuschließen.

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