Chemiewaffen-Organisation bestätigt Giftgas-Einsatz in Syrien

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Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen - OPCW - hat den Einsatz von Giftgas bei einem Angriff in Syrien im Februar bestätigt. Eine Erkundungsmission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Chlorgas aus Zylindern freigesetzt worden sei.

OPCW-Ermittler fanden demnach unter anderem zwei Zylinder, die Chlorgas enthalten hatten.

In Syrien ist bei einem Angriff im Februar Experten zufolge höchstwahrscheinlich Chlorgas als Waffe eingesetzt worden. Die Spurensuche sei äusserst schwierig gewesen, berichten die Experten. Weil es leicht aus Industrie- und Haushaltsprodukten hergestellt werden kann, ist es kaum Beschränkungen und Kontrollen unterworfen.

Wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas laufen noch weitere Untersuchungen gegen die syrische Regierung. Aufs Schärfste verurteilte OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü den Einsatz giftiger Chemikalien als Waffe.

Die OPCW hat allerdings kein Mandat, Verantwortliche für den Einsatz von verbotenen Chemiewaffen zu benennen. Solche Taten widersprächen dem einstimmigen Verbot chemischer Waffen, wie es in der Chemiewaffen-Konvention festgeschrieben sei. Bis jetzt ist aber unklar, ob Syrien tatsächlich alle Bestände gemeldet hatte.

Amsterdam/Den Haag Bei einem Angriff in Syrien im Februar wurde laut Experten wohl Chlorgas eingesetzt.

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