Weiterer Ebola-Verdachtsfall in Demokratischer Republik Kongo

Einstellen Kommentar Drucken

Nach einer Pressemitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bereits 35 Verdachtsfälle gemeldet. Gleichzeitig registrierten die kongolesischen Gesundheitsbehörden bereits 18 Todesfälle. Damals war die WHO kritisiert worden, dass sie bei der Seuchenbekämpfung in den betroffenen Regionen zu spät reagiert habe. Die Übertragung der Krankheit geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Sobald die Regierung in Kinshasa grünes Licht gegeben hat, will die WHO auch einen Impfstoff aus Kanada in den Kongo schicken, der sich noch im Teststadium befindet, aber offenbar vielversprechend ist. Allerdings kam es schon erfolgreich in der Endphase der letzten schweren Ebola-Epidemie in Westafrika zum Einsatz.

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Weil außerdem seine Verabreichung heikel ist, dürfe er nicht als "Wundermittel" betrachtet werden, warnte Salama. Besonders Kongo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik seien wegen eines gemeinsamen Fluss-Systems gefährdet. Deshalb wurden bereits alle neun Nachbarländer der Demokratischen Republik Kongo alarmiert: Deren Gefährdung sei allerdings noch gering, heißt es in Genf. Zuletzt hatte Ende 2013 eine verheerende Ebola-Epidemie in den Staaten Guinea, Sierra Leone und Liberia mehr als 11.000 Todesopfer gefordert. Im Kongo war die Ebola-Seuche zuletzt im Jahr 2017 aufgetreten.

Als erwiesen gilt außerdem, dass das Virus von Tieren übertragen wird: Als Überträger stehen vor allem Affen und Fledermäuse in Verdacht, die von der lokalen Bevölkerung gerne gegessen werden.

Comments